Mein kleiner take dazu, da ich selbst unterrichte (Deutsch, Geschichte, Informatik):
Ja, die Kids können das heute oft (!) nicht mehr - an und für sich wäre das nicht-lesen-können analoger Uhren auch kein Untergang, da sie sowohl im privaten Gebrauch, als auch in der Öffentlichkeit zunehmend verschwinden.
ABER - und da kommt jetzt der Deutschlehrer raus: Unsere Sprache kennt viele Arten, Uhrzeiten auszudrücken - und die meisten in der gesprochenen Alltagssprache gebräuchlichen Ausdrucksweisen konzeptualisieren irgendwo das Ziffernblatt. Jetzt hab ich in meinen Klassen Kinder sitzen, die z.B. nicht verstehen, was gemeint ist, wenn man ihnen sagt, dass man sich um “Halb 9” trifft - oder eben um “fünf nach halb 9”. In den obskuren Regionen, die Zeitpunkte bzw. Zeiträume mit Bezeichnungen wie “Dreiviertel Sieben” angeben, wird das ganze noch offensichtlicher. Klar - für die reine Uhrzeit würde es reichen zu sagen “Es ist Zehn Uhr Fünfunddreißig” aber darum gehts nicht. Die Kommunikation wird beeinträchtigt und damit die Fähigkeit, sich auszutauschen.
Mit dem Verlust dieser kommunikativen Fähigkeit, welche maßgeblich darauf aufbaut, dass man den Aufbau eines Ziffernblatts versteht, geht auch eine ganze Reihe weiterer hilfreicher Konzepte verloren - z.B. in der Mathematik. Ich z.B. visualisiere mir den Bruch 3/4 immernoch mit einem Dreiviertelkreis, das so kommunizieren zu können, vereinfacht tatsächlich die Zugänge zu bestimmten mathematischen, naturwissenschaftlichen oder informatischen Konzepten - es nicht zu können, macht das Leben schwerer.
In Kombination mit der immer stärker zurückgehenden Lesekompetenz - die m.M.n in direktem Zusammenhang mit einer abnehmenden Leistung des Arbeitsgedächtnisses steht (was wieder ganz andere Methodik benötigt als die bloße Lese-Lern-Methodik, mit der wir immer wieder gegen die Wand laufen) - schaffen wir gerade das Fundament für eine Kohorte an Kindern und Jugendlichen, die gerade in der Welt, wie wir sie bauen, immense Probleme haben werden, sich zu orientieren und mit alltäglichen Dingen klarzukommen.
Jetzt hab ich in meinen Klassen Kinder sitzen, die z.B. nicht verstehen, was gemeint ist, wenn man ihnen sagt, dass man sich um “Halb 9” trifft - oder eben um “fünf nach halb 9”. In den obskuren Regionen, die Zeitpunkte bzw. Zeiträume mit Bezeichnungen wie “Dreiviertel Sieben” angeben, wird das ganze noch offensichtlicher. Klar - für die reine Uhrzeit würde es reichen zu sagen “Es ist Zehn Uhr Fünfunddreißig” aber darum gehts nicht. Die Kommunikation wird beeinträchtigt und damit die Fähigkeit, sich auszutauschen.
Also als ein Ende dreißig jähriger, der noch mit analogen Uhren aufgewachsen ist, finde ich immer noch so Zeitangaben wie “Halb Neun” oder “Dreiviertel Sieben” verwirrend. Das Ziel von jeder Kommunikation ist es sich einfach und verständlich auszudrücken. Und daher finde ich das gerade solche, leicht missverständliche Zeitangaben vermieden werden sollen, und deren Nutzung in gewisserweise die Kommunikation einschränkt. Daher Frage ich bei solchen Zeitangaben gerne nochmal nach.
Und daher finde ich das gerade solche, leicht missverständliche Zeitangaben vermieden werden sollen
Ist das nicht eher ein Lern-Problem? Halb 9 ist “auf halber Strecke zwischen 8 und 9” oder “achteinhalb”, sprich: 8:30. Dreiviertel Sieben, analog dazu, ist “drei Viertel der Strecke”, d.h. 6:45. Ich hab das auch noch nie anders verwendet gehört.
Vielleicht verstehe ich deine Verwirrung falsch?
Ja, aber ein nicht-triviales … warum kann ich nicht sagen, aber die “viertel-” “halb-” “dreiviertel-” Konvention wurde mir schon zig mal erklärt, aber als Mensch, der in einer Gegend aufgewachsen ist, wo das nicht verbreitet ist, komm ich da jedes mal ins Stocken … denke es liegt halt daran, das ich daran gewöhnt bin, das die Zahl die Position des kleinen Zeigers bzw. der ersten Ziffern beschriebt … wenn ich also “viertel sieben” höre, denke ich das der grosse Zeiger auf 7 zeigt bzw. dahinter … ist aber nicht so … es sei denn, es ist mit “vor” markiert …
als Mensch, der in einer Gegend aufgewachsen ist, wo das nicht verbreitet ist, komm ich da jedes mal ins Stocken
Das leuchtet ein, ja. Wenn ich das von klein an übe, ist mir das natürlich geläufiger.
Ich bin aber tatsächlich selbst auch dazu übergegangen, meistens eher “Sechs Uhr Fünfundvierzig” zu sagen (wobei das Uhr teilweise optional ist) als “Viertel vor Sieben”. Dass das eindeutiger ist sehe ich genauso.
Der eine Mist den ich im Sprechen einfach nicht loswerde ist der 12h-Tag. Im Schreiben kein Ding, aber im Sprechen rutsch ich da dauernd wieder in das Muster, 14 Uhr als “Zweie Mittags” zu bezeichnen.
Wenn man Neun hört denkt man an Neun nicht Acht.
Gut, ich schätze mal das ist einfach eine Frage der Vertrautheit mit dem Sprachkonstrukt. “Halb”, “Dreiviertel” und “vor” stellen mich dann schon auf das Abziehen ein, quasi “-1:30”. Das ist da kein bewusstes Umdenken mehr, die genannte Stunde zu addieren.
“Halb Neun” könnte auch 4:30 bedeuten…
Viel von dem ist angelernt, und nicht intuitiv. Vor allen wenn man es häufiger mit deutsch zweitsprachlern zu tun hat ist klare Kommunikation wichtig.
“Dreiviertel Neun” und “Viertel vor Neun” ist aber auch ein ziemlicher Unterschied, finde ich.
“Halb Neun” könnte auch 4:30 bedeuten…
Nicht wirklich. In einem mathematischen Kontext wäre das 4,5. Im Kontext von Zeitspannen würde man das “Die Hälfte (von neun Stunden)” nennen. Im Kontext von Uhrzeiten würde solche Arithmetik wenig Sinn machen um eine Orientierung am Tagesverlauf zu geben.
Klar kannst du das so machen und so auffassen, aber ich glaube dir ist selbst klar, dass das kein realistisches Argument ist.
Viel von dem ist angelernt, und nicht intuitiv.
Viel von allem ist angelernt, und intuitiv ist nicht universell. Jedes Wort das wir verwenden ist das Ergebnis einer oft unbewussten, aber doch gelernten Konvention, was wir womit meinen.
Manche Zusammenhänge ergeben sich intuitiv aus anderen, wenn man die erst mal gelernt hat. Manche sind aber auch nicht für alle intuitiv. Mir leuchtet beispielsweise “halb Neun” als “halb auf dem Weg von Acht nach Neun” völlig ein, und offenbar vielen anderen hier auch, aber einigen eben auch nicht. Das ist halt menschlich.
Vor allen wenn man es häufiger mit deutsch zweitsprachlern zu tun hat ist klare Kommunikation wichtig.
Das stimmt. Da ist dann eine gemeinsame Konvention von Vorteil, die das Gegenüber genauso gut versteht, um Missverständnisse zu vermeiden.
Letztlich gehört aber auch das Lernen von Mundart zum Lernen einer Fremdsprache. Wenn was nicht sofort verständlich ist, dann klärt man das halt auf. Fehler sind hier kein Disaster, sondern ein Schritt auf dem Weg, diese Konvention auszuarbeiten.
Ich weiß zum Beispiel, dass in einigen Teilen Englands “half nine” als “half past nine” verwendet wird, statt “half to nine” wie bei uns. Das gab mal Verwirrung, dann haben wir gelacht und ich habs gelernt. Jetzt sind meine englischen Freunde und ich uns einig, was “half nine” heißt.
Ich verstehe das Bestreben nach klarer Kommunikation. Ich hab das Problem oft selbst. Aber das heißt nicht, dass willkürlichen Redensweisen falsch oder schlecht sind.
Abseits vom Thema: Pi oder Tau?
(Ich wollte bloß schon immer mal Mathelehrer fragen wie sie dazu stehen, also reine Neugier)
Tau is doch pipi. Wozu sollte ich das verwenden?
Das Kernproblem ist ja, dass Kinder immer mehr können sollen. All die Skills, die Kinder in den 70ern und 80ern in der Schule gelernt haben, sollen sie ja trotzdem können, inklusive Kopfrechnen. Und gleichzeitig müssen sie dann plötzlich Computer, Internet, mehr Fremdsprachen, Videoschnitt und was nicht alles können zusätzlich zum Lesen, Schreiben, Rechnen, Uhrlesen, Schnürsenkelbinden und so weiter und so fort können. Autofahren sollen sie mit 18 können können, dazu Programmieren, Umgang mit KI, Excel, Word, Powerpoint, Präsentationsskills, Musizieren, aber natürlich auch handwerkliche Fähigkeiten besitzen und so weiter. Das funktioniert natürlich irgendwie dann doch nicht.
Hab’ auch schon damals™ bei G8 und Bologna immer nur gedacht “warum will man Ausbildungszeiten verkürzen?”. Der ganze Scheiß ist doch komplizierter geworden, if anything, müsste man sie verlängern.
Auch in Ausbildungen. Früher™ ist man Tischler geworden. Gab drei Sägen, drei Holzarten, hat man sich jeweils ein Jahr mit beschäftigt.
Jo, heute gibt es 800 Spezialsägen, jede auch noch mit drölf Sägeblättern. Man verarbeitet 2.000 Holzarten. Die Ansprüche der Kunden an die Wertigkeit sind auch noch krass gestiegen, Toleranzen viel kleiner.
Dann wird alles digital angesteuert, man muss nebenbei in der Ausbildung auch noch CAD lernen. Das haben die Maschinenbauer bei uns richtig intensiv drei Semester lang gemacht, das soll so ein Azubi mal nebenbei in seinen drei Jahren auch noch machen. Is’ klar.
Und dann alle “die Jugend von heute ist so dumm und faul”. Ne man, wir wollen einfach zu viel von ihnen in zu kurzer Zeit.
Dazu kommt, dass unser Schulsystem extrem schlecht darin ist, alte Inhalte zu streichen. Wir unterrichten immer noch Altgriechisch und Latein. Versucht jemand, das abzuschaffen, kommen sofort die Besitzstandswahrer um die Ecke und erzählen etwas von klassischer Bildung, Cicero und Caesar. Du kriegst den Religionsunterricht nicht aus den Schulen, wegen der großen Lobby der Kirchen. Und dann haben wir einen Deutschunterricht, der nicht sicherstellt, dass jeder Absolvent auch wirklich Deutsch sprechen und schreiben kann, aber dafür Goethe enthält. Willst du aber die Gedichtanalyse herauswerfen, um in der Zeit etwas Wichtigeres zu unterrichten, stehen sofort diverse gut vernetzte Leute auf der Matte und schwadronieren vom Untergang des Abendlandes und Rilke und Schiller.
Ich misstraue Stimmen die aufgrund von persönlichen Meinungen und Anekdoten Dinge als antiquiert bezeichnen.
Also ich halte es für eine wichtige Fähigkeit die Zeit von analogen UND von digitalen Uhren abzulesen und es gibt in meiner Umgebung auch nicht weniger analoge als digitale Uhren.
Ich finde es ehrlich gesagt wichtiger die Uhrzeit am Sonnenstand zu erkennen als über analoge Uhren. Letztendlich ist das einfach nur transiente menschliche Technologie. Die kommt und geht.
Klar ist es von Vorteil wenn man weiß wie das Gerät zu bedienen ist. Genau so wie es von Vorteil ist wenn man nähen, stricken, häkeln kann. Oder wenn man reiten kann. Oder selbst Butter herstellen. Aber man kann auch gut ohne dieses Wissen leben.
Eine sehr nützliche Eigenschaft, solange die Sonne scheint. Und leider auch nicht auf die Minute genau. Aber auch wenn deshalb dein Kommentar wahrscheinlich ironisch war, ist es dennoch eine nützliche Fähigkeit zu jeder Tageszeit zu wissen wie spät es ungefähr ist.
Der Vergleich mit digitalen und analogen Uhren erschließt sich mir aber nicht. Eine (Quarz) Uhr mit analogen Zifferblatt zeigt die Uhrzeit genauso exakt an wie Ihr digitales Äquivalent. Es ist also nur die Art der Wiedergabe die anders ist. Aufgrund des eigenen (Mode) Geschmacks eine Art davon als veraltet darzustellen halte ich für Quatsch.
Ich möchte solche Uhrzeitdarstellungen normalisieren (ja, es ist ein Lämpchen zu wenig):

Ich hatte diese Uhr mal. Die ist halt im 12 Stunden Format.
Sie hat leider nicht so lange durchgehalten. Irgendwann hat die Mist angezeigt.
Spannenderweise war die Uhr auf die ich als Schüler am meisten drauf geschaut habe die analoge Uhr im Klassenzimmer. Dadurch war man echt geübt im Uhren lesen.
Hängen die da heute nicht mehr?
Nur vereinzelt. Sie gehören nicht zur üblichen Klassenraumausstattung, d.h. wenn da eine hängt, hat der Lehrer sie gekauft - von seiner eigenen Kohle. Die werden oft vandalisiert, deswegen verschwinden sie zunehmend. Gibt auch Kollegen, die nehmen sie bewusst aus dem Raum raus - ich jedenfalls verbrachte in meiner Schulzeit gerne viel Zeit damit zu schauen, ob die Stunde schon Richtung Ende geht und hörte dann regelmäßig 5 Minuten vorher auf zu arbeiten Ü.
Ganz Pragmatisch denken sich sicher auch viele, dass die Schüler sowieso eine vor sich haben - auf ihrem Tablet-Display.
PS: Uhrzeit mit analoger Uhr angeben kommt noch gerne in Tests zur kognitiven Leistung vor, so z.B. Demenztests.
Und ich (25) sitze hier und habe ohne Analoge Uhr überhaupt kein Gefühl für die tatsächliche Uhrzeit.
Geht mir genauso, und scheinbar vielen anderen auch. https://youtu.be/NeopkvAP-ag
Ich hab kein Problem mit digitalen Uhren, aber finde auch analoge Uhren wesentlich hilfreicher, um mir die Zeit visuell vorzustellen.
Mein ADHS sagt ja - ohne meine Uhr wäre ich im Alltag völlig am Arsch.
Ich bestehe auf einem “analogen” Zifferblatt auf meiner Uhr. Reine Ziffern sagen mir vielleicht grade so die jetzige Uhrzeit, bzw ob eine bestimmte Uhrzeit schon eingetreten ist, aber ob bis Uhrzeit XY “noch Zeit” ist, die Verortung im größeren Zeitkontext sozusagen, versteht mein Hirn nur mit analoger Darstellung (oder größerer Anstrengung).
Ich kann auch reine Ziffern nicht ohne weiteres in Worte umwandeln, wenn mich jemand fragt. 18:26? äääh… Ku… Zwa… A… Achtzehn Uhr sechsundzwanzig…
Großer Zeiger zwischen 5 und 6, kleiner Zeiger zwischen 6 und 7? Gleich halb 7.
Mein zuletzt gelesenes Buch war von dem Autoren Neil Postman über die Pädagogik mit dem Titel Learning as a Subversive Activity. Es ist im großen ziemlich radikal und teilweise vielleicht auch ein wenig polemisch, aber nach der Lektüre triggern mich solche Schlagzeilen nur noch umso mehr. Im Grunde verurteilt er in dem Buch jegliches Lernen, welches von Lehrkäften aufgezwungen wird und bezeichnet dies größtenteils als komplett ineffektiv. Menschen lernen das, was sie in ihrer Umgebung in irgendeiner Weise brauchen und so sollte auch das ganze Schulsystem aufgebaut sein. Analoge Uhren zu lernen ohne den Kindern einen Grund zu geben, wieso sie das überhaupt brauchen (Postman bezeichnet das auch direkt als “survival skills”), ist einfach nur Zeitverschwendung. Man kann entweder eine Lebens-Umgebung schaffen, in der das Analoge-Uhren-lesen Sinn ergibt oder man lässt es und bringt den Kindern die Uhren bei, die sie auch im Alttag am meisten begegnen.
Wenn solche Uhren in der Realität verschwinden, dann ist das halt so. Und wenn sie irgendwann doch wiederkommen, werden Menschen sich die Fähigkeit, sie zu lesen, auch wieder aneignen. Ist ja auch nicht so, dass man das mit 14 gelernt haben muss und ansonsten kriegt das Gehirn das nicht mehr hin.
was sie in ihrer Umgebung in irgendeiner Weise brauchen
Super, dann hast du 16-jährige die streetsmart sind und ein Smartphone als Consumer bedienen können und dann stehste da und willst damit ein BSP erwirtschaften, viel Glück dabei.
Klingt spannend, darüber habe ich auch schon im Kontext der „survival skills“ öfter nachgedacht, ohne den Begriff natürlich… neue Lektüre für mich!
Die Uhr ist ein Mittel zu unserer Unterdrückung.
Es gab mal nen schönes 2-stunden langes video auf Youtube dazu aber ich finde es gerade nicht mehr :/
Edit: hab’s gefunden! https://inv.nadeko.net/watch?v=hvk_XylEmLo
Nein und es ist auch keine besonders wichtige Kompetenz mehr. Ich bin über 30 und brauche auch mehrere Sekunden, um eine analoge Uhr zu lesen, weil alle Uhren, die ich im Alltag verwende und brauche, digital sind, und das war auch schon in meiner Kindheit so. Also ist das eine Fertigkeit, die ich zwar einmal gelernt habe und bei Bedarf auch wieder aufrufen kann, im Alltag aber nicht brauche.
Ich schätze, dass in ein paar Jahrzehnten analoge Uhren genau so veraltet sein werden wie heute Fraktur- oder Kurrentschrift.
@schnurrito @D_a_X Bei den Kirchturmuhren wird es etwas länger dauern …
Natürlich. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass ich die schon jemals in meinem Leben tatsächlich verwendet habe, um herauszufinden, wie spät es ist.
In meiner Stadt gibt es auf jedem Bahnsteig von U-Bahn-Stationen Analoguhren, sogar auf solchen, die erst vor wenigen Monaten eröffnet wurden, ich schätze, dass die früher oder später auch durch digitale ersetzt werden.
In meiner Stadt gibt es auf jedem Bahnsteig von U-Bahn-Stationen Analoguhren, sogar auf solchen, die erst vor wenigen Monaten eröffnet wurden,
das gibt es in Wien auch, das finde ich ehrlich gesagt sympathisch.
Und ist damit auch nicht allein. München z.B. auch und ich mag die Anzeigen von Form, Aufbau eigentlich recht gerne. Hoffe die bleiben noch erhalten.
Genauso hat ja jeder Bahnsteig der DB typischerweise analoge Uhren.
Tatsache stimmt. Bin nicht oft auf ÖBB Strecken unterwegs aber jetzt mit dem Bild erinnere ich mich die tatsächlich auch schon das so gesehen zu haben.
Bei der DB (zu Vollständigkeit erwähnt) sind und waren die Uhren nie direkt Teil der Anzeigetafeln. Bedeutet das obwohl letztere gerade auch alle getauscht werden die klassischen Uhren weiter hängen.
Die Dinger bei der Bahn die notorisch falsch gehen? Werden dann ja bald mal ersetzt.
So nebenbei. Einstein schrieb seine spezielle Relativitätstheorie (wo es um die Synchronisation von Uhren geht) am Beispiel von Bahnhofsuhren an verschiedenen Bahnhöfen und im Zug.
Tja, da lebte er in der Schweiz, wäre mit deutschen Bahnhofsuhren nie möglich gewesen. /s
Ich habe noch nie eine falsch gehende Uhr auf einem Bahnsteig gesehen.
- https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/hamburg-uhren-der-deutschen-bahn-am-haeufigsten-aus-dem-takt,uhren-116.html
- https://www.zeit.de/news/2026-03/16/hamburgs-oeffentliche-uhren-oft-aus-dem-takt
Ging hier neulich in Hamburg durch die Presse. denke nicht, dass der Senat sich oft mit Sachen befasst, die nie passieren.
Gab’s schon vor Jahren in futurama ;)
@brainwashed Und vor Zweitausend Jahren im alten Rom 🙂
Da gucke ich nie drauf. Die sieht man eh nur bei richtigem Winkel und wenn man nah dran ist. Dafür kann ich aber natürlich die Glocken sehr gut interpretieren, die hört man immerhin überall*
*wenn man nah genug dran ist, aber dafür auch im/hinterm Haus
@30p87 Am Rande: Wenn Du dann doch mal eine Gelegenheit haben wirst, da draufzuschauen: Ist Dir schon mal aufgefallen, dass die “4” da vier Striche hat?

Das ist ein Überbleibsel aus Latein. „IV” ist der Anfang von „Jupiter”. Den wollte man nicht auf Uhren abdrucken [oder was auch immer das antike Äquivalent von „abdrucken” ist].
Ich meine, diese Art der römischen Zahlen schon mal gesehen zu haben. Vielleicht im Lateinunterricht? Das ist so Wissen auf dem Level von “Bäckersdutzend”.
Ich sehe auch nicht das große Problem. Wenn ich mal Kinder habe kann ich ihnen zeigen, was dieses Runde Ding mit Zeigern am Kirchturm ist. Darüber hinaus, thing of the past. Oder wer hier kann einen Stock so in den Boden stecken, dass es eine Sonnenuhr ergibt?
Warte, da gehört mehr dazu, als einfach einen Stock gerade in den Boden zu rammen? @ceiphas@piefed.social
Vermutlich sollte man außerdem wissen, wo Norden ist? Ansonsten 🤷♀️
Man sollte grob wissen, wann der zenith erreicht ist an deiner Position. Da ist dann Süden…
Kann man aber auch rausmessen , wenn der Schatten am kürzesten ist, haste den zenith erreicht und 12:00 Uhr ermittelt, plusminus Abweichung innerhalb der zeitzone
Meine wenigkeit, war aber auch Pfadfinder
Das ist tatsächlich ein spannendes Thema. Ich habe zwar seit vielen Jahren eine Smartwatch, darauf habe ich aber bewusst immer ein analoges Ziffernblatt… andererseits sind sämtliche andere Uhren in meinem Umfeld (Auto, Küchengeräte, Radiowecker) inzwischen reine Digitaluhren. Die zufällige Exposition zu Analoguhren nimmt also wahrscheinlich ab, dennoch halte ich das weiterhin für ein relevantes Wissen.
Habe ein YouTube-Video gemacht, auf dem man eine analoge Uhr und die digitale Entsprechungen sehen kann: https://www.youtube.com/watch?v=3zMgrbKDiek
24 Stunden in 24 Minuten.


















