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Cake day: June 22nd, 2023

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  • Nun gut, die Grafik ist das eine und offenbar nicht zuverlässig. Aber es gibt durchaus noch andere Metriken, wie die Engagements der Twitter-Posts rechtspopulistische Politiker (hier eine Beobachtung des London Economic (englischer Artikel)). Irgendetwas scheint da also schon passiert zu sein (auch wenn die Stichprobe hier für weitergehende Aussagen als “irgendeinen Effekt scheint das zu haben” zu klein ist). Und auch wenn bisher kein kausaler Zusammenhang nachgewiesen wurde, die zeitliche Korrelation ist zumindest auffällig.
    So oder so sind Datenzentren genauso ein brauchbares Ziel wie Ölraffinerien und ich hoffe, dass es bald neue und belastbare Daten und Analysen kommen.













  • Wie gesagt, ich gehe nur von dem aus, was im Artikel steht. Und da steht nicht, was die beiden Menschen besprochen haben.

    Dass das Konzept Clankriminalität aus wissenschaftlicher Perspektive viel zu unscharf ist und missbraucht wird. “Clankriminalität” heißt im Endeffekt nämlich einfach nur, dass alle Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, die von einer bestimmten Bevölkerungsgruppe begangen werden, aufgrund von Verwandschsftsverhältnissen zusammengefasst werden. Ob das ein 13-Jähriger ist, der als Mutprobe im Supermarkt Kaugummi klaut, dessen Tante, die zu schnell fährt, deren entfernter Cousin 3. Grades, der tatsächlich in organisierte Kriminalität verstrickt ist, oder die gerade erst in Deutschland (aber in einem ganz anderen Bundesland) angekommene Schwester des Vaters einer Halbschwester, die mangels Arbeitserlaubnis schwarz ein paar Euro verdient hat.
    Vom Zoll kontrolliert wurde letztere übrigens nur aufgrund des Nachnamens, die anderen erwähnten Familienmitglieder kennt sie in Wirklichkeit gar nicht.
    Das ist Clankriminalität in Deutschland. Mit tatsächlichen kriminalistischen Arbeitsweisen und Erkenntnissen hat das nichts zu tun. Deswegen ist diese Bezeichnung und der Ermittlungsansatz so problematisch, so kritisch zu hinterfragen und wird tatsächlich auch von Teilen der Polizei (z.B. PolizeiGrün) abgelehnt.

    Nachtrag: Ich finde deine Ausdrucksweise in diesem Kommentar kritisch. Wenn du keine Beweise dafür hast, dass diese spezielle Person kriminell ist und tatsächlich auf eine Art und Weise, die an Organisierte Kriminalität erinnert, in diese sogenannten Clanstrukturen eingebunden ist (also annähernd mafiöse Verhältnisse), ist nämlich genau dein Verhalten das Resultat, das den Begriff der Clankriminalität so problematisch macht.





  • Das ist jetzt mindestens das zweite Mal dass du mir damit auffällst, einer Aussage zuzustimmen, die so offensichtlich zwar oberflächlich vernünftig erscheint, aber beim ersten kritischen Hinterfragen komplett auseinanderfällt.

    Um nicht komplett unkonstruktiv zu bleiben: die Aufnahmekapazitäten von Städten und Gemeinden sind hauptsächlich davon abhängig, wie viel Geld sie investieren (das beinhaltet auch das Personal, weil auch a die Grenzen an der Finanzierbarkeit hängen). Wie viel Geld die Städte und Gemeinden investieren wollen (oder meinetwegen auch können) hängt zum Teil an Unterstützung der Länder und des Bundes, zum Teil an der Schuldenbremse und zum Teil daran, welche Maßnahmen implementiert werden. Maßnahmen, die der schnellen (nicht übereilten!) und langfristigen Integration (auch in den Arbeitsmarkt) dienen, sind auf lange sicht gesehen deutlich günstiger als ein paar Container zu einem Lager zusammenzustellen und einen Wachdienst (mit unterbezahlten, unterqualifizierten und überfordertem Personal) mit der Sicherheit zu beauftragen.

    Das Sicherheitsinteresse ist eine Nebelkerze, da die Kriminalität sich seit Jahren insgesamt negativ entwickelt (also abnimmt), mit einer Ausnahme kurz nach Corona (aber seit 2023 auch wieder abnimmt). Das beinhaltet auch Gewaltkriminalität.
    Darüber hinaus gibt es Forschungsergebnisse im Bezug auf Ursachen und Motivation für Kriminalität, die sich mit anderen Mitteln deutlich besser und nachhaltiger lösen lassen, hintergründig weniger rassistisch sind und eine gesellschaftlich bessere Gesamtperspektive bieten.

    Also nein, die Aussagen sind alles andere als vernünftig.