Der eingespeiste Strom wird doch zu einem höheren Preis an den Nachbarn verkauft. Hier müssten die Stromanbieter zur Kasse gebeten werden und nicht der Photovoltaikanlagenbesitzer. Denn für den eingespeisten Strom wird dem Solaranlagenbesitzer nur ein Bruchteil gezahlt. Warum wird diese Gewinnspanne nicht für die Ertüchtigung des Stromnetzes genutzt? Dieser Vorschlag zeigt eindeutig, dass versucht wird, zusätzlichen Gewinn für die Manageretage zu generieren.
Also ich als Besitzerin einer PV soll mehr Geld bezahlen als Menschen ohne PV weil der Netzanbieter meinen Strom weiterverkaufen will und ich ihm dafür das Netz finanzieren soll?
Wie halten diese Anbieter denn das Netz in Stand, wenn niemand (mehr) seinen Strom einspeist?
Ich schätze Leute werden dann einfach eine Nulleinspeisung machen oder so…
Fühlt sich an wie ein Rückschritt
Ich schätze Leute werden dann einfach eine Nulleinspeisung machen oder so…
Oder den vollen Anker-Campingakku mit der Sackkarre zum Nachbarn schieben für den Freundschaftspreis von 10 ct per kWh.
Fühlt sich an wie Gas-Kathi
Genau. Eine neue PV bringt jetzt nur noch ~7cent/kWh an Einspeisevergütung. Bei einem kleinen Häuschen sind das dann in der Größeordnung von 300€ pro Jahr. Die neue Gebühr reduziert das dann vielleicht auf 200€. Da ist man schon na dran an der Grenze, dass die Leute dann sagen “mir egal, dann lass ich das mit dem Einspeisen”. Insbesondere wenn die Einspeisevergütung eh abgesagt werden soll.
Einspeisen bringt dann nur was, wenn man dynamische Stromtarife ausnutzt, was aber halt ein gewisses Risiko mit sich bringt. Wenn man sich anschaut, wie schnell derzeit Speicher gebaut werden, dann frage ich mich, ob da in ein paar Jahren noch genug Dynamik im Strompreis ist, dass sich ein privater Stromspeicher wirklich amortisiert.
Wegspeichern wird ja immer billiger. Und finanziell kannste dir Speicher, dynamischen Stromtarif und kein Solar auch schmecken lassen.
Die Erlöse gehen an den Netzbetreiber, damit dieser seine Stromnetze ausbauen und ertüchtigen kann.
Können oder müssen? Ich gehe jede Wette ein, dass der Großteil davon als Gewinn an Aktionäre ausgeschüttet wird.
Nein, der Aufschlag geht direkt in den Ausbau. Nur werden dadurch zufällig andere Gelder (aus dem normalen Grundpreis) frei die dann ausgeschüttet werden.
Zur Höhe des Aufschlags heißt es, dass er “mindestens 70 Prozent bis höchstens 90 Prozent des Grundpreises” betragen soll. […] Die Höhe des Prosumer-Grundpreises begründet die BNetzA damit, dass sie “die zu finanzierenden Gesamtkosten” sicherstelle und zugleich Prosumer nicht übermäßig belaste.
Den Strompreis fast zu verdoppeln soll keine übermäßige Belastung sein? Versteh ich nicht. Und auch nicht, wieso das auf den Einkauf des Stroms und nicht auf die Einspeiseerlöse sein soll (versteh ich schon, bringt mehr Geld, aber schwer zu begründen).
Und ich frage mich, ob es eine Grenze gibt, ab wann das gilt. Ansonsten werden 2029 eine Menge Leute ihre Balkonkraftwerke abschalten.
Immerhin geht es hier um den Grundpreis, welcher ja tatsächlich der kleinere Teil der Stromkosten ist. Ganz so schlüssig finde ich die Argumentation der BNA aber auch nicht.
Ah, das hatte ich übersehen, das ist der fixe Teil bei 10-20€? Das geht ja in der Tat.
PV-Betreiber nutzen das Netz, finanzieren es aber kaum
Das Problem ist ja richtig, aber dann sollte man nicht bürokratische Sonderrregeln für PV machen. Man sollte die Gebühr mal grundsätzlich überdenken. Offenbar ist die Höhe des Stromverbrauchs nicht das richtige Maß dafür, wer wie viel für das Netz bezahlt.
Vielleicht einfach Festpreis je nach Anschlussgröße unabhängig vom Verbrauch?
Wir haben unsere Anlage vom Netz getrennt und ballern jetzt alle Boiler auf max, wenn die Sonne scheint.
Einen schönen Kuchentag!




