IMO | Ich bin gegen diese Demokratie

Ja richtig gelesen, ich bin gegen diese gegenwärtige Form der Demokratie, der parlamentarischen Demokratie die wir gegenwärtig in Deutschland haben. Und nein ich bin nicht für Diktatur der Monarchie, sondern für einen wesentlich radikaleren Ansatz der Demokratie. Ohne Staat, ohne Politiker, ohne Kapitalismus. Menschen die eine gemeinsame Basis haben und dezentral und betroffenheitsbasiert selbst entscheiden was für sie das richtige ist. Nicht im Mehrheits- sondern im Konsensentscheid, mit Vetorecht für den Einzelnen als eingebauter ultimativer Minderheitenschutz. Ganz ohne Herrschaft des einen Menschen über den anderen.

#IMO #Gedanken #Demokratie #Mehrheitsentscheid #Konsensentscheid #Parlamentarismus #Staat #Kapitalismus #Herrschaft @dach

  • sascha@friendica.deOP
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    2 days ago

    Schon mal sehr schön das 30% der Menschen die hier reagiert haben wie es sich darstellt anarchistische Grundlagen befürwortet, den nichts anderes ist es was ich in meinem Beitrag mit dem provokanten Titel beschrieben habe.

    Außerdem habe ich einen Rechtschreibfehler und eine fehlende Übersetzung gefunden

    12% für und 28% gegen den Beitrag.

    • trollercoaster@sh.itjust.works
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      Deutsch
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      1 day ago

      Die deutsche Variante davon wäre wahrscheinlich mit Wildschweinen statt Bären, aber der Effekt wäre der gleiche. Vielleicht sogar noch spannender, weil Wildschweine Herdentiere sind.

      Wildschwein wohnt jetzt hier

      • SomeOneWithA_PC@feddit.org
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        3 days ago

        Ganz ohne Herrschaft des einen Menschen über den anderen.

        Ist in der Praxis näher an Diktatur und Late Stage Kapitalismus. Derjenige der Geld&/Macht hat wird bestimmen. Da hilft auch das Vetorecht jedes einzelnen nicht und macht es Überreichen noch einfacher gute Fortschritte zu blockieren, da sie nur noch einen Zahlen müssen. Jegliche Form der Anarchie ist imho gleichbedeutend mit Gewaltherrschaft (im Gegenteil zu Rechtsstaatlichkeit und beinhaltet auch nicht physische Gewalt, sprich Macht, also oftmals im Zusammenhang mit Finanzen/Vermögen). Anarchie mit etwas in Richtung Rechtsstaatlichkeit ist ja dann wieder nicht mehr Anarchie, oder? => Anarchie ist praktisch humbug und die Menschenrechte auf dem Papier, die aktuell oft genug nicht eingehalten werden, haben mehr Wirkung als alles was ein anarchisches Modell je zu bieten hat. Ist ein wenig so wie für tolerante Gesellschaftsformen, diese müssen auch nicht jede Intoleranz tolerieren.

        • tofu
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          3 days ago

          Wer soll denn in der Anarchie Geld und Macht haben? Die Abstinenz dessen ist ja einer der Grundgedanken.

            • tofu
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              3 days ago

              Wodurch “hat” er den denn? Wieso sollten die Schlâger*innen ihm gehorchen?

              • saimen@feddit.org
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                2 days ago

                Weil sie dann zusammen stärker sind und bestimmen können. Menschen neigen nunmal zu Gruppenbildung. Die Menschheit kommt doch quasi von der Anarchie und dadurch hat sich über die Geschichte (Stämme ->Völker->Königreiche->Nationen) das ganze Geflecht aus Staaten und Gesetzen gebildet. Verstehe nicht warum wir jetzt wieder zurück sollten. Klar ist das jetzige System nicht perfekt, aber wir sollten auf den Errungenschaften aufbauen und nicht alles über den Haufen werfen

                • sascha@friendica.deOP
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                  1 day ago

                  @saimen @tofu Was genau definiert Du dabei als Anarchie?

                  Ich Frage nur deshalb weil die meisten Menschen Anarchie mit Anomie verwechseln, woran vor allem die Politik und die Medien Verantwortung tragen.

                • kohlenstoff@feddit.org
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                  2 days ago

                  Die Menschheit kommt doch quasi von der Anarchie und dadurch hat sich über die Geschichte (Stämme ->Völker->Königreiche->Nationen) das ganze Geflecht aus Staaten und Gesetzen gebildet.

                  Geschichte ist nicht linear und auch kein Fortschritt per se, auch wenn das gerne populärwissenschaftlich darauf heruntergebrochen wird. Wir haben den Status Quo, weil diese Systeme Machtkonzentration durch Ausbeutung ermöglicht und erweitert haben und sich jetzt darum herum ein weitgehend selbsterhaltendes System aufgebaut hat (und eben nicht, weil es das beste System für die Behandlung von Menschen war). Ausbeutung ist da drin aber kein Fehler, sondern dem System intrinsisch (siehe die Geschichte ab 1820). Alle positiven Aspekte sind Zugeständnisse, die regelmäßig zur Disposition gestellt werden können (40Std-Woche, Arbeitsschutz). Wachstum durch Ausbeutung kann dagegen niemals infrage gestellt werden. Deshalb lässt sich das System nicht reformieren.

                  Wenn du einen Hund hast, behandelst du ihn womöglich auch gut, wenn er sich gut verhält. Das macht ihn aber nicht unbedingt freier, sondern er läuft immer noch an seiner Leine.

                • Quittenbrot@feddit.org
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                  2 days ago

                  Verstehe nicht warum wir jetzt wieder zurück sollten.

                  Über das ‘sollen’ ließe sich ja noch streiten. Ich sehe halt nicht, warum wir zurück ‘würden’.

                  Wie du schon sagst: so lange auch nur eine Gruppe sich mehr davon verspricht, sich einfach gegen den Rest zu verbünden und die eigenen Vorstellungen durchzudrücken, wird es nicht klappen.

                  Das ist doch letztlich in allen Gesellschaftsformen so, das einzelne Grenzen testen und zu ihrem Vorteil verschieben möchten.

            • tofu
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              3 days ago

              Das Buch von ihm hab ich noch nicht gelesen, aber da er Anarchist war, würde ich Mal vermuten, dass er da eher auf den staatlichen Sozialismus anspielt, wie in seinen anderen Büchern auch? In dem Kontext kenne ich den Spruch auch eher.

        • sascha@friendica.deOP
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          3 days ago

          @SomeOneWithA_PC Dir ist schon klar das Anarchismus nur in Verbindung mit der Beseitigung des Kapitalismus funktioniert? Das es natürlich durchaus Profiteure des aktuellen Systems gibt die versuchen werden sich gegen die Veränderung zu wehren ist klar, aber wie in allen bisherigen anarchistischen Ansätzen wird man diese vor die Wahl stellen mitzumachen oder zu gehen.

          • SomeOneWithA_PC@feddit.org
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            20 hours ago

            Wie soll der Kapitalismus Beseitigt werden? Besonders wenn Schlägertrupps dafür gekauft werden, diesen zu verteidigen? Wir hatten schon immer Kapitalismus bzw vergleichbares. Und wenn man eben eng auf Kapital abschaffen geht, dann ist halt das was den ton Angibt, was am meisten Wumms hat. Vor ganz langer Zeit war das schlicht Muskelmasse und Ausdauer, dann wer mehr Leute hat, da ab einer gewissen Menge Quantität Qualität schlägt. Danach kam Technik und wissen dazu, welches am besten gedeiht, wenn dafür Versorgung aufgebracht werde kann und dass ist dann bis heute einfach derjenige der am meisten Macht, Geld und Einfluss hat. Anarchismus is noch weiter entfernt als von einer gut funktionierenden, gut regulierten demokratischen Marktwirtschaft, die imho deutlich besser ist als wir haben keine Regeln/Hierarchien und alle machen kumbaja. Also Anarchismus ist für mein Verständnis noch unmöglicher als viele andere Utopischen Überlegungen. Was verstehst du den unter Anarchie und wie soll man da hinkommen und wie soll dieses System sich selbst erhalten? Gehören Regeln dazu? Wie werden Regeln eingehalten und was passiert wenn Regeln nicht eingehalten werden? Wenn jemand dadurch profitiert, das Regeln nicht eingehalten werden, dann werden es Leute nutzen, um sich einen Vorteil gegenüber andere zu verschaffen, so wie es in unserer Realität bereits zu sehen ist. Leute sehen und wissen, dass es uns allen besser gehen könnte, wenn man zusammen arbeitet, aber einige wenige lassen hart daran arbeiten, dass sie weiterhin über anderen stehen, damit es ihnen sehr viel besser geht und dass es den Anderen und der Allgemeinheit dadurch insgesamt schlechter geht interessiert sie einen feuchten Dreck.

            • rainer@friendica.sokoll.com
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              19 hours ago

              @sascha @SomeOneWithA_PC Ich denke auch, daß Anarchismus nicht funktionieren kann, jedenfalls nicht mit den Menschen so, wie sie nun mal sind. Man müßte sie umerziehen, und das würde in einem Blutbad enden.
              Dennoch: Utopien sind wichtig. Ob Urchristen, Kommunarden, Sozialrevolutionäre, Che Guevara: Ohne die sähe es sehr viel schlimmer aus. In diesem Sinne:
              Seien wir Realisten, versuchen wir das Unmögliche!

    • sascha@friendica.deOP
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      4 days ago

      @copacetic Nein ganz im Gegenteil, das würde zu sehr viel weniger Konsum von Gütern führen, da es ja niemanden gibt der den unnötigen Konsum auf Teufel komm raus provoziert, weil er davon profitiert.

      • brainwashed@feddit.org
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        3 days ago

        Hab ich was überlesen in dem Buch oder gibt es da irgendwo den Produktverknapper?

        Und in den real existierenden Sozialismus gab es erfahrungsgemäß mehr knappheit.

        • rumschlumpel@feddit.org
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          3 days ago

          Es ist allgemein eine Frage der Prioritätensetzung - nutzen wir die Milliarden für Renditen und Managergehälter, damit sie in Jachten und andere unnötige Luxusprodukte umgesetzt werden, oder bauen wir damit günstigen Wohnraum, Radwege usw.? Folgt man den Argumenten von “Bullshit Jobs”, ist Arbeitskräftemangel ja nicht das Problem, und schaut man sich die Vermögen der Vermögenden an, mangelt es an Geld ja auch nicht.

          Wirtschaft mit minimalem Bullshit zu organisieren ist sicher nicht leicht, aber das was wir aktuell haben ist halt kompletter Mist. Aktuell geht es den meisten Deutschen noch halbwegs gut, aber mit immer autoritärer werdender Politik, Klimawandel usw. wird das nicht so bleiben.