Steigende Mieten belasten viele Menschen in Deutschland. Nach einer Umfrage des Mieterbundes hat fast ein Drittel der Mieter Angst, sich den Betrag zukünftig nicht mehr leisten zu können. Gleichzeitig fehlt das Geld an anderer Stelle.
In anderen Worten: wenn das Geld anders verteilt wäre, würde anders gebaut werden, weil die höchsten Renditen nicht die einzige relevante Entscheidungsgrundlage wäre.
Wenn alle gleich viel besitzen haben alle die gleiche Chance. Aber wenn es nicht genügend Bauland gibt bekommt auch dann nicht jeder eine Wohnung.
Sobald es eine Mittelschicht gibt, die ihr Geld in Wohnungsfonds steckt, wird Rendite das Ziel sein. Rendite gibt es nur nicht wenn Baugenossenschaften Eigentumswohnungen für sich bauen. Aber dann sind die Wohnungen klein, weil sie für Bauland so viel bieten müssen wie die Luxuswohnungsentwickler und dann das Restbudget klein ist.
Alle anderen bauen Luxuswohnungen mit hoher Rendite, solange sie verkauft und vermietet werden können. Erst wenn für Luxuswohnungen das Angebot den Bedarf übersteigt, werden Bauträger für andere Gruppen bauen. Daher: es muss soviel Bauland geben, dass jeder der bauen will auch bauen kann.
Es ist egal wie hoch du baust, du könntest immer mehr kleine Wohnungen als große bauen.
Stimmt, aber muss ich nicht. Ich brauche nur soviele Wohnungen wie es Mieter und Käufer gibt.
Natürlich kann man kleine Wohnungen vorschreiben, aber das passiert auch nicht. Egal ob mehr Bauland oder kleinere Wohnungen, die Politik ändert nicht die Bedingungen, so dass das wenige Bauland für Luxuswohnungen genutzt wird.
Es gibt bereits heute viel mehr Bedarf im unteren Wohnungsmarkt. Aber warum sollten die Kapitalisten diesen Bedarf decken, wenn sie mehr verdienen können, wenn sie bewusst künstliche Engpässe erzeugen?
Es wird keine natürliche Grenze geben, die erreicht wird, weil die Kosten dieser Wohnungssituation an die ganze Gesellschaft abfallen, während der individuelle Investor gewinnt - bis irgendwann die Wirtschaft nicht mehr wächst, weil die Bürger sich größtenteils neben der Wohnung und privater Altersvorsorge und immer höheren Abgaben nichts mehr leisten können.
Es ist dieselbe Situation wie bei VW und so vielem anderen - die Kapitalisten haben so lange alles ausgequetscht, bis fast alles leer ist. Und trotzdem werden noch primär Luxuswohnungen gebaut.
Wie lange müssen wir das noch probieren, bis wir einsehen, dass ohne gerechtere Verteilung der Markt eben nicht den echten Bedarf deckt, weil wir einfach nicht unbegrenzte Ressourcen haben?
Aber warum sollten die Kapitalisten diesen Bedarf decken, wenn sie mehr verdienen können
Konkurrenz. Es gibt genügend Bürger, die Bauherr werden können. Wenn jeder, der bauen möchte, ein Baugrundstück bekommt, werden genügend Wohnungen entstehen.
Es wird keine natürliche Grenze geben, die erreicht wird
Zum einen, wenn es eine Leerstandssteuer gibt, und u.U. eine für nicht bebautes Bauland, dann gibt es genügend Wohnungen auf dem Markt.
Zum anderen gäbe es ein Kartell, wenn alle Grundstücke zur Preiskontrolle aufgekauft werden. Das ist verboten. Entwickler für kleine Wohnungen bekommen also bei genügend Angeboten Grundstücke und bauen günstige Wohnungen wenn das Kartellamt aufpasst.
bis irgendwann die Wirtschaft nicht mehr wächst, weil die Bürger …
Absolut. Ausserdem ziehen Menschen nicht mehr für einen besseren Job um.
Ein Verrat der Politik.
Wie lange müssen wir das noch probieren, bis wir einsehen, dass ohne gerechtere Verteilung der Markt eben nicht den echten Bedarf deckt,
Es geht beides. Entweder regelt der Staat alles oder er sorgt für genügend Resourcen.
Nur freier Markt bei knapper Resource, das erzeugt hohe Preise. Das ist absolut erwartbar und daher so von der Politik gewollt.
Wir werden keine Planwirtschaft bekommen und die Politik ist nicht bereit, kleine Wohnungen vorzuschreiben.
Die Situation wird sich erst ändern wenn wir bereit sind, andere Parteien zu wählen.
Aber: Mieter sind die Minderheit.
D.h. wir werden so weiterleben bis die westliche Dominanz zerbricht.
weil wir einfach nicht unbegrenzte Ressourcen haben?
Wir könnten das Bauland ausweisen.
Eine Millionen Wohnungen a 100qm auf 10 Stockwerke sind 10 Quadratkilometer, mit Strassen, Parks und Geschäften 20 oder 30 Quadratkilometer.
Deutschland hat 357.684 km².
10% Reiche, von denen 10% eine Luxuswohnung wollen sind 800.000 Wohnungen. 300 qm pro Wohnung auf 3 Stockwerke sind 80 Quadratkilometer, mit Infrastruktur 160 Quadratkilometer.
Insgesamt bräuchten wir also 200 Quadratkilometer Bauland in Städten, damit der Markt es regelt, oder eine Partei, die es tut.
Bundesweite Baulandumfrage: Fast 100.000 Hektar Bauland für zwei Millionen Wohnungen - Wohnraum schaffen, Flächen schonen
Du stellst dabei die Annahme, dass reiche Menschen Luxuswohnungen bauen, um darin selbst zu leben. Da das aber nicht der Fall ist und die wenigsten Leute genügend Geld haben zum Bauen eigener Häuser, bringt dir alles Bauland der Welt nichts. Der freie Markt kann nicht alles Korrigieren, wenn die Seite mit höherer Verhandlungsmacht miteinander arbeitet.
Glaub mir, ich würde auch gern in deiner Traumwelt leben! Aber in der echten Welt sind Kühe leider nicht perfekte Kugeln im Vakuum.
dass reiche Menschen Luxuswohnungen bauen, um darin selbst zu leben. Da das aber nicht der Fall ist
Es ist egal. Solange die Wohnungen vermietet oder verkauft werden sind die Wohnungen auf dem Markt und andere Wohnungen werden durch Umzug frei.
und die wenigsten Leute genügend Geld haben zum Bauen eigener Häuser, bringt dir alles Bauland der Welt nichts.
0% Finanzierung. Aber nicht jeder muss bauen. Wenn 10% genug gespart haben für eine günstige Finanzierung reicht das. Sie ziehen in neue Wohnungen, und ihre alten Wohnungen werden frei.
Der freie Markt kann nicht alles Korrigieren, wenn die Seite mit höherer Verhandlungsmacht miteinander arbeitet.
Mir ist nicht ganz klar, was du meinst. Wenn es genügend Bauland, oder Vorschriften für kleine Wohnungen gibt, dann wird der Markt zur Macht für den normalen Mieter.
Mir ist nicht ganz klar, was du meinst. Wenn es genügend Bauland, oder Vorschriften für kleine Wohnungen gibt, dann wird der Markt zur Macht für den normalen Mieter.
Es ist nicht möglich, genügend Bauland 100% zu garantieren. Selbst wenn du jedes bisschen Fläche in Deutschland dafür freimachst ist es einem Kartell der Reichen trotzdem möglich, den einzelnen Käufer systematisch zu überbieten. Irgendwann gibt es einfach kein weiteres Bauland mehr! Und wenn die Eigentümer “zufällig” entscheiden, dass fast ausschließlich Luxuswohnungen gebaut werden, hat der einzelne Käufer keine Wahl - genau wie heute.
Du magst das für unwahrscheinlich halten, aber Monopol- und Kartellbildung sind erwiesenermaßen nicht nur durch Marktkräfte vermeidbar, und politische Limits sind derselben ökonomischen Machtungleichheit ausgesetzt wie heute. Wenn wir uns den Habenden also angesichts der steigenden Vermögensungleichheit nicht schutzlos ausliefern wollen, müssen wir den Markt steuern.
Und bedenke, dass ein Kartell nicht den gesamten Markt abdecken muss, um die Preise massiv künstlich zu erhöhen. Schau dir zum Beispiel das Tool an, das in den USA von Vermietern für Preisabsprachen genutzt wurde, ohne dass irgendwer gemeinsam mit anderen Kartellmitgliedern etwas entscheiden musste.
Es ist nicht möglich, genügend Bauland 100% zu garantieren
Es ist auch nicht möglich zu verhindern, dass die Reichen alles Essen aufkaufen und verbrennen können.
Ab irgendeinem Punkt muss man natürlich die Resourcen anders verteilen.
Da es ökonomisch nicht sinnvoll ist, kann man aber davon ausgehen, dass nicht nur Luxuswohnungen gebaut werden wenn es genügend Bauland, oder mehr Vorgaben gibt.
Wenn wir uns den Habenden also angesichts der steigenden Vermögensungleichheit nicht schutzlos ausliefern wollen, müssen wir den Markt steuern.
Absolut.
Fehlendes Bauland ist eine Markt- und Politikmanipulation der Reichen. Zumindest SPD und Linke müssten mehr Bauland bereitstellen. Die Linke will aber Geld für Enteignung verschwenden, was den Markt nicht verbessert.
dass ein Kartell nicht den gesamten Markt abdecken muss,
Richtig. Und selbst wenn es wie bei Benzin offensichtlich ist, greift das Kartellamt nicht ein.
Um Mieten zu senken muss die Mehrheit schlau genug sein, diese Tricks zu durchschauen. Das ist das eigentliche Problem.
Es ist auch nicht möglich zu verhindern, dass die Reichen alles Essen aufkaufen und verbrennen können.
Natürlich ist es über Gesetze möglich, sowas zu verhindern.
Es tut mir Leid, aber ich sehe leider immer noch keine konkreten Argumente, wieso die Kartellbildung hier magisch nicht passieren wird. Es ist ebenfalls ein Fakt unserer Realität, dass Kartelle lange bestehen bleiben können, obwohl Defektieren wirtschaftliche Vorteile hätte.
Wenn Bauland unbegrenzt verfügbar wäre, hättest du Recht damit, dass die wirtschaftlichen Interessen der Habenden und der Nicht-Habenden sich größtenteils überschneiden. Aber das gilt nicht für limitierte Märkte. Sobald Ressourcen limitiert sind, können Marktteilnehmer wesentlich höhere Gewinne erzielen, wenn sie die Ressource steuern oder künstlich verknappen.
Reale Märkte sind faktisch um einiges komplexer als das Modell, das du anwendest. Deshalb bringt es glaube ich wenig weiter zu diskutieren, solange du weiter darauf verharrst, dass die ökonomisch sinnvolle Handlung für alle Gruppen an Marktteilnehmern identisch ist.
verharrst, dass die ökonomisch sinnvolle Handlung für alle Gruppen an Marktteilnehmern identisch ist.
Wie kommst du darauf? Mehr Bauland ist doch gerade schlecht für alle, die teure Wohnungen verkaufen wollen.
Wenn Bauland unbegrenzt verfügbar wäre, hättest du Recht
Ich habe inzwischen auch akzeptiert, dass man bei begrenztem Bauland die Wohnungsgrößen beschrenken muss. Aber auch dieses Bauland wird nicht in ausreichenden Mengen angeboten.
Wenn alle gleich viel besitzen haben alle die gleiche Chance. Aber wenn es nicht genügend Bauland gibt bekommt auch dann nicht jeder eine Wohnung.
Sobald es eine Mittelschicht gibt, die ihr Geld in Wohnungsfonds steckt, wird Rendite das Ziel sein. Rendite gibt es nur nicht wenn Baugenossenschaften Eigentumswohnungen für sich bauen. Aber dann sind die Wohnungen klein, weil sie für Bauland so viel bieten müssen wie die Luxuswohnungsentwickler und dann das Restbudget klein ist.
Alle anderen bauen Luxuswohnungen mit hoher Rendite, solange sie verkauft und vermietet werden können. Erst wenn für Luxuswohnungen das Angebot den Bedarf übersteigt, werden Bauträger für andere Gruppen bauen. Daher: es muss soviel Bauland geben, dass jeder der bauen will auch bauen kann.
Stimmt, aber muss ich nicht. Ich brauche nur soviele Wohnungen wie es Mieter und Käufer gibt.
Natürlich kann man kleine Wohnungen vorschreiben, aber das passiert auch nicht. Egal ob mehr Bauland oder kleinere Wohnungen, die Politik ändert nicht die Bedingungen, so dass das wenige Bauland für Luxuswohnungen genutzt wird.
Es gibt bereits heute viel mehr Bedarf im unteren Wohnungsmarkt. Aber warum sollten die Kapitalisten diesen Bedarf decken, wenn sie mehr verdienen können, wenn sie bewusst künstliche Engpässe erzeugen?
Es wird keine natürliche Grenze geben, die erreicht wird, weil die Kosten dieser Wohnungssituation an die ganze Gesellschaft abfallen, während der individuelle Investor gewinnt - bis irgendwann die Wirtschaft nicht mehr wächst, weil die Bürger sich größtenteils neben der Wohnung und privater Altersvorsorge und immer höheren Abgaben nichts mehr leisten können.
Es ist dieselbe Situation wie bei VW und so vielem anderen - die Kapitalisten haben so lange alles ausgequetscht, bis fast alles leer ist. Und trotzdem werden noch primär Luxuswohnungen gebaut.
Wie lange müssen wir das noch probieren, bis wir einsehen, dass ohne gerechtere Verteilung der Markt eben nicht den echten Bedarf deckt, weil wir einfach nicht unbegrenzte Ressourcen haben?
Konkurrenz. Es gibt genügend Bürger, die Bauherr werden können. Wenn jeder, der bauen möchte, ein Baugrundstück bekommt, werden genügend Wohnungen entstehen.
Zum einen, wenn es eine Leerstandssteuer gibt, und u.U. eine für nicht bebautes Bauland, dann gibt es genügend Wohnungen auf dem Markt.
Zum anderen gäbe es ein Kartell, wenn alle Grundstücke zur Preiskontrolle aufgekauft werden. Das ist verboten. Entwickler für kleine Wohnungen bekommen also bei genügend Angeboten Grundstücke und bauen günstige Wohnungen wenn das Kartellamt aufpasst.
Absolut. Ausserdem ziehen Menschen nicht mehr für einen besseren Job um.
Ein Verrat der Politik.
Es geht beides. Entweder regelt der Staat alles oder er sorgt für genügend Resourcen.
Nur freier Markt bei knapper Resource, das erzeugt hohe Preise. Das ist absolut erwartbar und daher so von der Politik gewollt.
Wir werden keine Planwirtschaft bekommen und die Politik ist nicht bereit, kleine Wohnungen vorzuschreiben.
Die Situation wird sich erst ändern wenn wir bereit sind, andere Parteien zu wählen.
Aber: Mieter sind die Minderheit.
D.h. wir werden so weiterleben bis die westliche Dominanz zerbricht.
Wir könnten das Bauland ausweisen.
Eine Millionen Wohnungen a 100qm auf 10 Stockwerke sind 10 Quadratkilometer, mit Strassen, Parks und Geschäften 20 oder 30 Quadratkilometer.
Deutschland hat 357.684 km².
10% Reiche, von denen 10% eine Luxuswohnung wollen sind 800.000 Wohnungen. 300 qm pro Wohnung auf 3 Stockwerke sind 80 Quadratkilometer, mit Infrastruktur 160 Quadratkilometer.
Insgesamt bräuchten wir also 200 Quadratkilometer Bauland in Städten, damit der Markt es regelt, oder eine Partei, die es tut.
https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2022/03/baulandumfrage.html
Bundesweit gibt es auch genug Bauland (1000 Quadratkilometer), aber das ist nicht in den Ballungsgebieten.
Du stellst dabei die Annahme, dass reiche Menschen Luxuswohnungen bauen, um darin selbst zu leben. Da das aber nicht der Fall ist und die wenigsten Leute genügend Geld haben zum Bauen eigener Häuser, bringt dir alles Bauland der Welt nichts. Der freie Markt kann nicht alles Korrigieren, wenn die Seite mit höherer Verhandlungsmacht miteinander arbeitet.
Glaub mir, ich würde auch gern in deiner Traumwelt leben! Aber in der echten Welt sind Kühe leider nicht perfekte Kugeln im Vakuum.
Es ist egal. Solange die Wohnungen vermietet oder verkauft werden sind die Wohnungen auf dem Markt und andere Wohnungen werden durch Umzug frei.
0% Finanzierung. Aber nicht jeder muss bauen. Wenn 10% genug gespart haben für eine günstige Finanzierung reicht das. Sie ziehen in neue Wohnungen, und ihre alten Wohnungen werden frei.
Mir ist nicht ganz klar, was du meinst. Wenn es genügend Bauland, oder Vorschriften für kleine Wohnungen gibt, dann wird der Markt zur Macht für den normalen Mieter.
Es ist nicht möglich, genügend Bauland 100% zu garantieren. Selbst wenn du jedes bisschen Fläche in Deutschland dafür freimachst ist es einem Kartell der Reichen trotzdem möglich, den einzelnen Käufer systematisch zu überbieten. Irgendwann gibt es einfach kein weiteres Bauland mehr! Und wenn die Eigentümer “zufällig” entscheiden, dass fast ausschließlich Luxuswohnungen gebaut werden, hat der einzelne Käufer keine Wahl - genau wie heute.
Du magst das für unwahrscheinlich halten, aber Monopol- und Kartellbildung sind erwiesenermaßen nicht nur durch Marktkräfte vermeidbar, und politische Limits sind derselben ökonomischen Machtungleichheit ausgesetzt wie heute. Wenn wir uns den Habenden also angesichts der steigenden Vermögensungleichheit nicht schutzlos ausliefern wollen, müssen wir den Markt steuern.
Und bedenke, dass ein Kartell nicht den gesamten Markt abdecken muss, um die Preise massiv künstlich zu erhöhen. Schau dir zum Beispiel das Tool an, das in den USA von Vermietern für Preisabsprachen genutzt wurde, ohne dass irgendwer gemeinsam mit anderen Kartellmitgliedern etwas entscheiden musste.
Es ist auch nicht möglich zu verhindern, dass die Reichen alles Essen aufkaufen und verbrennen können.
Ab irgendeinem Punkt muss man natürlich die Resourcen anders verteilen.
Da es ökonomisch nicht sinnvoll ist, kann man aber davon ausgehen, dass nicht nur Luxuswohnungen gebaut werden wenn es genügend Bauland, oder mehr Vorgaben gibt.
Absolut.
Fehlendes Bauland ist eine Markt- und Politikmanipulation der Reichen. Zumindest SPD und Linke müssten mehr Bauland bereitstellen. Die Linke will aber Geld für Enteignung verschwenden, was den Markt nicht verbessert.
Richtig. Und selbst wenn es wie bei Benzin offensichtlich ist, greift das Kartellamt nicht ein.
Um Mieten zu senken muss die Mehrheit schlau genug sein, diese Tricks zu durchschauen. Das ist das eigentliche Problem.
Natürlich ist es über Gesetze möglich, sowas zu verhindern.
Es tut mir Leid, aber ich sehe leider immer noch keine konkreten Argumente, wieso die Kartellbildung hier magisch nicht passieren wird. Es ist ebenfalls ein Fakt unserer Realität, dass Kartelle lange bestehen bleiben können, obwohl Defektieren wirtschaftliche Vorteile hätte.
Wenn Bauland unbegrenzt verfügbar wäre, hättest du Recht damit, dass die wirtschaftlichen Interessen der Habenden und der Nicht-Habenden sich größtenteils überschneiden. Aber das gilt nicht für limitierte Märkte. Sobald Ressourcen limitiert sind, können Marktteilnehmer wesentlich höhere Gewinne erzielen, wenn sie die Ressource steuern oder künstlich verknappen.
Reale Märkte sind faktisch um einiges komplexer als das Modell, das du anwendest. Deshalb bringt es glaube ich wenig weiter zu diskutieren, solange du weiter darauf verharrst, dass die ökonomisch sinnvolle Handlung für alle Gruppen an Marktteilnehmern identisch ist.
Wie kommst du darauf? Mehr Bauland ist doch gerade schlecht für alle, die teure Wohnungen verkaufen wollen.
Ich habe inzwischen auch akzeptiert, dass man bei begrenztem Bauland die Wohnungsgrößen beschrenken muss. Aber auch dieses Bauland wird nicht in ausreichenden Mengen angeboten.