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Cake day: August 17th, 2023

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  • Du verstehst schon, dass durch Nutzung jeweils Kosten für Reinigung und Instandhaltung anfallen, und die Stadt den Preis damit rechtfertigt? Wenn Männer kostenfrei pinkeln können, werden diese Kosten auf die restlichen Männer und Frauen umgelegt.

    Wenn du dazu irgendein Argument hast, bitte her damit. Aber das ist ein Fakt, den du leider nicht einfach so abwinken kannst.

    Und jetzt werden die Anlagen hauptsächlich durch Frauen genutzt. Wie unfair! /s

    Wat? Wo kommt das jetzt her, und wie ist das auch nur im entferntesten relevant?

    Natürlich wäre es sinnvoll die Benutzung für alle kostenfrei zu machen. Aber die Gebühr dient (dort wo die Anlagen nicht ohnehin kostenfrei sind) eher zur schikanierung von Obdachlosen[…]

    Dann ist es doch umso schlimmer, wenn obdachlose Frauen keinen Zugang haben, nachdem Männer viel unproblematischer draußen Pinkeln können?!


  • Es ist auch nicht möglich zu verhindern, dass die Reichen alles Essen aufkaufen und verbrennen können.

    Natürlich ist es über Gesetze möglich, sowas zu verhindern.

    Es tut mir Leid, aber ich sehe leider immer noch keine konkreten Argumente, wieso die Kartellbildung hier magisch nicht passieren wird. Es ist ebenfalls ein Fakt unserer Realität, dass Kartelle lange bestehen bleiben können, obwohl Defektieren wirtschaftliche Vorteile hätte.

    Wenn Bauland unbegrenzt verfügbar wäre, hättest du Recht damit, dass die wirtschaftlichen Interessen der Habenden und der Nicht-Habenden sich größtenteils überschneiden. Aber das gilt nicht für limitierte Märkte. Sobald Ressourcen limitiert sind, können Marktteilnehmer wesentlich höhere Gewinne erzielen, wenn sie die Ressource steuern oder künstlich verknappen.

    Reale Märkte sind faktisch um einiges komplexer als das Modell, das du anwendest. Deshalb bringt es glaube ich wenig weiter zu diskutieren, solange du weiter darauf verharrst, dass die ökonomisch sinnvolle Handlung für alle Gruppen an Marktteilnehmern identisch ist.






  • Mir ist nicht ganz klar, was du meinst. Wenn es genügend Bauland, oder Vorschriften für kleine Wohnungen gibt, dann wird der Markt zur Macht für den normalen Mieter.

    Es ist nicht möglich, genügend Bauland 100% zu garantieren. Selbst wenn du jedes bisschen Fläche in Deutschland dafür freimachst ist es einem Kartell der Reichen trotzdem möglich, den einzelnen Käufer systematisch zu überbieten. Irgendwann gibt es einfach kein weiteres Bauland mehr! Und wenn die Eigentümer “zufällig” entscheiden, dass fast ausschließlich Luxuswohnungen gebaut werden, hat der einzelne Käufer keine Wahl - genau wie heute.

    Du magst das für unwahrscheinlich halten, aber Monopol- und Kartellbildung sind erwiesenermaßen nicht nur durch Marktkräfte vermeidbar, und politische Limits sind derselben ökonomischen Machtungleichheit ausgesetzt wie heute. Wenn wir uns den Habenden also angesichts der steigenden Vermögensungleichheit nicht schutzlos ausliefern wollen, müssen wir den Markt steuern.

    Und bedenke, dass ein Kartell nicht den gesamten Markt abdecken muss, um die Preise massiv künstlich zu erhöhen. Schau dir zum Beispiel das Tool an, das in den USA von Vermietern für Preisabsprachen genutzt wurde, ohne dass irgendwer gemeinsam mit anderen Kartellmitgliedern etwas entscheiden musste.



  • Es gibt bereits heute viel mehr Bedarf im unteren Wohnungsmarkt. Aber warum sollten die Kapitalisten diesen Bedarf decken, wenn sie mehr verdienen können, wenn sie bewusst künstliche Engpässe erzeugen?

    Es wird keine natürliche Grenze geben, die erreicht wird, weil die Kosten dieser Wohnungssituation an die ganze Gesellschaft abfallen, während der individuelle Investor gewinnt - bis irgendwann die Wirtschaft nicht mehr wächst, weil die Bürger sich größtenteils neben der Wohnung und privater Altersvorsorge und immer höheren Abgaben nichts mehr leisten können.

    Es ist dieselbe Situation wie bei VW und so vielem anderen - die Kapitalisten haben so lange alles ausgequetscht, bis fast alles leer ist. Und trotzdem werden noch primär Luxuswohnungen gebaut.

    Wie lange müssen wir das noch probieren, bis wir einsehen, dass ohne gerechtere Verteilung der Markt eben nicht den echten Bedarf deckt, weil wir einfach nicht unbegrenzte Ressourcen haben?


  • Das gilt für Einfamilienhäuser. Bei Hochhäusern kann doppelt so hoch gebaut werden.

    Du begehst einen grundlegenden Denkfehler. Es ist egal wie hoch du baust, du könntest immer mehr kleine Wohnungen als große bauen. Du kannst nie so viele große Wohnung bauen, wie du kleine bauen kannst.

    Die Erklärung, dass fehlendes Bauland der einzige Grund ist, ergibt nur Sinn wenn die Größe der Wohnung keinen Einfluss auf die Menge hat. Aber das hat sie, also ist es falsch, dass fehlendes Bauland der einzige Grund ist.

    Was zu erwarten ist, da dort die Renditen am höchsten sind.

    In anderen Worten: wenn das Geld anders verteilt wäre, würde anders gebaut werden, weil die höchsten Renditen nicht die einzige relevante Entscheidungsgrundlage wäre.


  • Das ist kein Problem. Jeder der in eine Luxuswohnung zieht, zieht aus einer normalen Wohnung aus.

    Bitte denk darüber nochmal ein paar Minuten nach. Wenn jemand eine große Wohnung baut anstatt zwei kleiner, haben wir nur halb so viele Wohnungen. Das sollte offensichtlich sein…

    Wenn die Leute hohe Mieten zahlen können dann können sie auch die Tilgung oder Mieten für günstige Wohnungen zahlen.

    Ist dir bewusst, dass das Bezahlen einer Mietwohnung wesentlich einfacher ist als das Bezahlen einer Eigentumswohnung, besonders wenn andere Marktteilnehmer viel mehr Anbieten können? Dass keine günstigen Wohnungen gebaut werden, weil die Leute mit viel Geld alles in Luxuswohnungen investieren?

    Das, was du erzählst, ergibt hinten und vorne keinen Sinn.