• Natur12@feddit.org
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    4 days ago

    Würde ich gut finden. Was soll das auch? Bei Unwohlsein, das aber nach 3 Tagen wieder verschwunden sein kann, muss man sich zum Arzt schleppen. Soweit ich weiß, bietet mein Hausarzt noch nicht einmal eine Krankschreibung per Telefon an.

    • Elvith Ma'for@feddit.org
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      4 days ago

      Also als ich in einem Betrieb war, der ab dem 1. Tag die AU wollte musste ich mich immer zu Hausarzt schleppen. Der hat mich dann aber zur Sicherheit immer ein paar Tage länger krankgeschrieben als nötig - meist Pauschal mindestens eine Woche. Ist für die Wirtschaft auch nicht so optimal…

      • flying_sheep@lemmy.ml
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        3 days ago

        Lustig dass das so nach hinten los geht. Wenn ich krank bin und mich nach den attestfreien 3 Tagen wieder gut fühle, arbeite ich.

        Wenn mich jemand für eine Woche krank schreiben würde, würde ich mich daran halten, hat immerhin ein Arzt bestimmt lol.

  • it_depends_man@lemmy.world
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    4 days ago

    Äh. Naja. Nein.

    Also, nochmal von vorne:

    Der Arbeitgeber will das man arbeitet, man macht einen Vertrag der einen dazu VERPFLICHTET zu arbeiten, und andere lustige Dinge zu tun, wie z.b. zu schlafen damit man seine volle Arbeitsleistung dem bereitstellen kann der sie eingekauft hat.

    Wenn man krank ist, hat man ein Problem: der Arbeitgeber hat immernoch den Vertrag und will immernoch das man arbeitet. Kann er mit vor gericht gehen. Um dieses Problem zu lösen, hat man sich ausgedacht: nein, der Arbeitnehmer kann zu einen Arzt gehen (der kennt sich aus) und lässt sich SCHRIFTLICH DOKUMENTIEREN das das mit dem Arbeiten nicht geht, weil man krank ist.

    Das ist die Krankschreibung. Das man das auch wegen kleinem Scheiss machen muss, ist dumm, aber ist notwendig, weil sonst der Arbeitgeber ankommt und einen zwingt, nötigt, verklagt. Und wenn er es nicht bei mir persönlich macht, macht er es beim Kollegen, dem der nicht nein sagen kann und sich nicht wehrt.

    Was wir dann brauchen, um diese “kleinen Krankschreibungen” abzuschaffen, ist nicht das man den Leuten sagt “klärt es mit dem Chef oder so, lol, keine Ahnung, kein Plan, denk dir was aus”, sondern das man gesetzlich verankert, das Arbeitnehmer einfach so das Recht kriegen sich selbst als “krank” zu deklarieren, dafür einen Zettel aus einem System kriegen, Jobcenter oder Krankenkasse, der Arbeitgeber da NICHTS tun kann und die Leute halt einfach für drei Trage, eine Woche oder zwei krank sind.

    Damit ersetzt man aber auch nicht die Krankschreibung. Sondern damit ersetzt man nur wer sie ausstellen darf.

    • Kornblumenratte@feddit.org
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      3 days ago

      Das ist doch die aktuelle Rechtslage:

      Entgeldfortzahlungsgesetz §5:

      1. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. […]

      Eine ärztliche AU ist erst ab dem 4. Tag erforderlich. Allerdings:, auch EnttgFG §5 Satz 1:

      […] Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen. […]

      Ist auch in Fällen, in denen das Vertrauensverhältnis gestört ist, Ok. Das Problem ist, dass viele Arbeitgeber grundsätzlich aufgrund einer Betriebsvereinbarung eine Bescheinigung verlangen, und diese nicht-medizinische Arbeit den Kassenärzten und die Kosten den Krankenkassen aufgedrückt wird.

      Das ist ein bescheuertes System, weil die Kassenärzte mangels Kenntnis des Arbeitsplatzes in der Mehrzahl der Fälle ausschließlich auf die Angaben des Patienten angewiesen sind, um zu beurteilen, ob die auf diesem Platz arbeiten können. Außerdem ist der Arbeitgeber den Kassenärzten wurscht, sie werden daher bei Krankschreibungen in der Regel medizinisch auf Nummer sicher gehen und die Leute eher länger krankschreiben.

      In den Niederlanden melden sich die Leute selber krank, und wenn der Arbeitgeber Zweifel hat, müssen sie zum Betriebsarzt. Das System macht Sinn.

    • Chemo@feddit.org
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      20
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      4 days ago

      Ist das nicht genau das was die Ärzte fordern?

      “Niemand, der krank ist, müsse sich dies in den ersten drei Tagen von einem Arzt bestätigen lassen. Derzeit gebe es noch 27 Millionen solcher Fälle.”

      “Niemand” heißt ja nicht individuelles Aushandeln mit dem Arbeitgeber, sondern eine pauschale Regelung.

      • it_depends_man@lemmy.world
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        4 days ago

        Nein. Die Ärzte fordern das niemand mit jedem kleinen Wehwehchen das sie sowieso nicht lösen können und lösen müssen zu ihnen in die Praxis kommt und sie nervt.

        Das ist zwar total nachvollziehbar, aber hilft praktisch nicht, weil der Arbeitgeber wie schon gesagt immernoch einfach einfordern kann das man trotzdem kommt.

        Und dabei sollte man auch nicht an das “gute geregelte Arbeitsverhältnis” denken, wo man sich gut kennt, vertraut und eigentlich gegenseitig das beste will, sondern an die richtigen Drecksjobs der Gesellschaft und die “Chefs” die sich einen Dreck darum scheren ob es ihren Mitarbeitern gut geht oder nicht.

        Anders gesagt, dein Recht zu kriegen wenn es gar nicht bedroht ist, ist eine Selbstverständlichkeit, aber es zu kriegen wenn es bedroht ist, und sich keiner dafür interessiert, das macht den Rechtsstaat aus und daran müssen wir uns orientieren.

        Genauso beim Arbeitsschutz. Es ist schön das wir auch Arbeitsschutz regelungen in Büros haben und wenn die mal schleifen ist es nicht sooo schlimm. Aber wenn der Arbeitsschutz bei ThyssenKrupp im Stahlwerk nicht stimmt, sterben Menschen.

    • smokeysnilas@feddit.org
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      4 days ago

      Aber braucht man da zwingend einen aufwändigen Prozess? Reicht es nicht den Arbeitgeber formlos aber nachprüfbar zu informieren? Also ne kurze Email? Wenn der Arbeitnehmer das Recht hat seine Krankheit selber festzustellen, dann ist die Email eben der “Eigenbeleg” dafür und gut ist.

  • Toe@feddit.org
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    3 days ago

    Grundsätzlich habe ich mit keinem Vorschlag der drei von vier (Arbeitgeber, Kassen, Ärzte, Arbeitnehmer) Beteiligten Seiten kein wirkliches Problem. Wir sollten dennoch von Bonus oder finanziellen Zusatzbelastung aufgrund der ersten Fehltage, aus Rücksicht auf chronisch Kranke, Abstand nehmen.

    Ärzte:

    • Profitieren von der telefonischen Krankschreibung (AU). Es gibt keine Gefahr von Ansteckung vorort und die Termine sind schneller/leichter zu verwalten. (Manchmal spricht man nicht einmal mit dem Arzt)

    • Profitieren von einer Krankschreibung abzuschaffen dem ersten Tag. Ich schätze mal Abrechnung GOÄ70 und GOÄ1 sind möglich.

    Arbeitgeber:

    • Verlieren durch die telefonische AU. Hypothese: Die sehr niedrigerem Hürde zum Arztbesuch lässt unsichere Patienten sich leichter krank schreiben. Hypothese: Sie würden früher wieder arbeiten. (Mögliche Ansteckung in der Praxis bleibt unberücksichtigt. Es ist unwahrscheinlich einen Kollegen anzutreffen. )

    • Profitieren von Krankschreibung ab dem ersten Tag. Die Hürde ist größer (siehe oben). (Möglicherweise Ansteckung im Unternehmen bleibt unberücksichtigt. Die Arbeitnehmer (AN) sollen dort nicht Kuscheln sondern Arbeiten.)

    Krankenkassen:

    • Profitieren von telefonischer AU (siehe GOÄ1 vs GOÄ3).

    • Verlieren durch AU ab dem 1.Tag. Die Beratung und AU wird bei ihnen abgerechnet.

    Die aktuelle Lösung, der AU sb dem 4.Tag, die Möglichkeit diese früher einzufordern und telefonische Anamese als aisreichende Möglichkeit für eine mögliche AU, ist darauf ausgerichtet unnötige Bürokratie und Dienstleistungen zu vermeiden.

    Es gibt zwei Gründe füreine schriftlich (digital) erfasste AU.

    1. Die Dokumentation zur Bestimmung des Überganszeitpunkt von Lohnfortzahlung (AG) zu Krankengeld (Krankenkasse). 2.Der Nachweis im Fall eines gestörten Vertrauensverhältnis zwischen AG und AN.

    Der erste Fall ist aktuell kein Inhalt in den Vorschlägen und Diskussionen. (Wobei 3Tage beim größten Teil der ANs ca. 15% des Monats und bezogen auf das Krankengeld für den ca.5% des Monatsgehalt zuzügl. AG-Beiträge bedeuten. )

    Der zweite Fall ist jedoch eine Problemstellung die mit dem staatl. Sozialsystem Gesundheit nur Berührungspunkte besitzt. Der AG hat kein Vertrauen zu seinem Mitarbeiter, dass dieser eine kleine in kurzer Zeit mit Hausmitteln zu behandelnde Krankheit erkennt und selbst behandeln kann und verlangt verpflichtend einen professionellen Dienstleister. Zudem wird einigen unterstellt, dass diese das Vertrauen missbrauchen und betrügen. Hier wird eine Art Gutachter verlangt. Ungeachtet, dass die AU bereits im bestehenden System gefordert werden kann und oft auch pauschal gefordert wird, sollten AG und AN beim Thema Krankmeldung mehr miteinander sprechen. Ein Anruf beim Arzt für eine AU kann genauso Anruf beim Vorgesetzten ein. Ist dieser nicht überzeugt, kann dieser auch eine AU fordern. Wenn es nach mir ginge sogar auf Kosten Antragstellers (z.B. AG) und nicht des Gesundheitssystems (Krankenkasse). Im selteneren Fällen von längerer Krankheit mit Krankengeldanspruch kann, das dann gerne verrechnet werden.

    Wir anonymisiert das Verhältnis Vorgesetzter (AG) zu Mitarbeiter (AN). Das macht vieles bequemer. Wenn wir Bürokratieabbau und resultierende Effizienz jedoch ernst nehmen, müssen wir wieder mehr auf zwischenmenschlicher Einschätzungen und der hierdurch möglichen Individualität verlassen und vertrauen. Was auch bedeutet, die notwendigen Kompetenzen zu fördern.

    • AntonMuster@discuss.tchncs.de
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      2 days ago

      Hinweis: GOÄ ist für Privatabrechnung, da haben die Kassen idR nichts mit zu schaffen. Du suchst EBM. Inhaltlich ändert das an deinem Kommentar aber nichts.

  • aaaaaaaaargh@feddit.org
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    4 days ago

    Finde ich gut und wir handhaben das auch so. Allerdings muss man sagen, dass wir immer wieder Ärger mit den Krankenkassen haben, weil die mittlerweile jeden Mist exakt und fünffach nachgewiesen haben wollen und bei jeder Möglichkeit querschießen. Wenn man da mal gleichzeitig den “wir haben das Attest digital nicht erhalten” Joker aus dem Deck nehmen würde, wäre das nett für beide Seiten.

    • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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      23
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      4 days ago

      Ungelernter Arbeiter hier, der den größten Teil des Arbeitslebens mit anderen ungelernten Arbeitern (und ausgebildeten Mindestlohnarbeitern) zusammengearbeitet hat.

      Du denkst Blödsinn. Erstens ist der Druck, die Angst, die Arbeitsstelle zu verlieren, wenn man zu oft krank ist, viel zu groß.
      Zweitens ist es echt nicht schwer, eine Krankmeldung zu kriegen, man muss dafür nur ne Stunde oder zwei beim Arzt im Wartezimmer gammeln und dann was von Magen-Darm-Verstimmungen, üblen Kopfschmerzen oder sonstigen Klassikern erzählen.

      Bin mir nicht sicher, wie stark du tatsächlich mit ungelernten Arbeitern zu tun hast. Ist eine andere Welt als du sie dir vorstellen zu scheinst. Und die Unterstellung, ungelernte Arbeiter wären weniger intelligent, ist unter aller Kanone. Komm von deinem hohen Ross runter, bevor du noch dumm fällst.

          • DrunkenPirate@feddit.org
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            4 days ago

            Du fühlst dich gerade persönlich angegriffen, richtig? Und dann fallen Beleidigungen schnell.

            Dann macht es keinen Sinn weiterzureden.

            • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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              4 days ago

              Das sind keine Beleidigungen. Du bist arrogant, überheblich, stellst dich über andere und bezeichnest sie pauschal als dumm (was wiederum beleidigend ist. Wenn du andere beleidigst, muss sich nicht wundern, wenn man dann dich beleidigt, du hohle Nuss). Das finde ich nunmal widerlich und abstoßend. Und damit bin ich nicht alleine, wenn ich mir die bunten Pfeile so angucke. Glaubst du eigentlich, du wärst erleuchtet und alle, die dir widersprechen, hätten es nur nicht verstanden?

                • DrunkenPirate@feddit.org
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                  3 days ago

                  Kannst du bitte auch die Beleidigungen von CyberEgg löschen oder sind Mainstream-untaugliche Beiträge nicht gerne gesehen, aber Beleidigungen schon? Erschließt sich mir überhaupt nicht, warum du seinen Dreck stehen lässt.

                  Achso: Nur am Rande - es gibt noch einige andere Kommentare, die auf dieses Themenfeld hinweisen. Ist da jetzt der Unterschied, dass da keiner rumpoltert?

                • DrunkenPirate@feddit.org
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                  4 days ago

                  Ja, Danke schön. Bin mit nicht bewusst, wo ich beleidigt habe soll. Scheinbar fühlt sich CyberEgg da persönlich angegriffen. War nicht meine Absicht. Seine Aggressivität ist ziemlich unangenehm.

    • Shyana@lemmy.world
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      4 days ago

      “Also obwohl das bei mir so ist und ich darum nicht öfters krank bin sollen das ja nicht die anderen bekommen weil die sind ja dann viel öfter ‘krank’!!!”

      Merkst du selber oder?

      Ungelernte Arbeitskräfte sind leichter austauschbar und haben darum mehr Angst raus zu fliegen wenn sie nicht Spuren oder zu oft krank sind. Sonst würde die ganze Scheise beispielsweise mit den Paketlieferanten nicht funktionieren. Gründe jemanden fliegen zu lassen können sich die AN in den Bereichen aus dem Hintern saugen.

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        4 days ago

        Du weisst schon wie die Scheisse bei den Paketlieferanten läuft, oder? Die sind alle Scheinselbständig. Da sind die ihr eigener Chef. Der einzige Lieferdienst, der angestellte Lieferanten hat ist meines Wissens die Post.

        Edit: Um auf den ersten Teil einzugehen: Bei meinem AG gibt es zwei Standorte, wo sehr viele ungelernte AN arbeiten. Dort gibt es Taschenkontrollen wegen Diebstahl am Ausgang. Das macht der AG nicht, weil er gerne viel Aufwand hat. Die Fluktuation ist auch sehr hoch.

        Die Ursachen dafür sind auch klar: Arbeitsbedingungen sind belastend und die Bezahlung ist nicht berauschend. Ersteres kann man nicht wirklich ändern - es gibt halt nicht nur Büro‘s und die Tätigkeit ist halt Scheisse. Und zweites kann man ändern, macht der AG aber nicht. Das nehmen die AN oft selbst in die Hand bzw Fuss. Gibt es ein paar Euro‘s mehr im Betrieb nebenan, gehen die dort hin. Das sind jetzt Fakten und keine Unterstellungen oder Beleidigungen.

        Du siehst, dass das Arbeitsverhältnis in dem Bereich nicht von gegenseitigem Vertrauen aufgebaut ist. Daher mein Kommentar: Keine Kontrolle->trotzdem Geld->Anreiz zum Missbrauch

        • Shyana@lemmy.world
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          3 days ago

          Solange es an deinem Standort keine Kontrolle gibt kann man es ja auch nicht vergleichen ob es überhaupt notwendig ist.

          In einer Firma in der ich gearbeitet habe gab es Kühlschränke mit Snacks, Trinken, und Schränke kleinem IT Kram um nicht jedes Mal einen Supporter zu belästigen nur weil mal ne Maus Tastatur oder Kabel nicht funktioniert.

          Es gab hohe Diskrepanzen zu dem Scannen seiner ID zum entnehmen und dem was tatsächlich fehlte - etwa 38%, wobei die Snacks und Getränke mit 53% noch mal mehr ins Gewicht fielen.

          Stellte sich nach Kontrollen heraus, dass sich besonders die Mitarbeiter im höheren Bereich (Manager, Senior Entwickler, VPs) Sachen einfach rausgenommen haben während von denen im “unteren” Bereich penibel darauf geachtet wurde alles einzutragen und ja keinen Fehler zu machen.

          Es gibt einfach keine Pauschalisierung, es sollte eine Gleichbehandlung geben.

          • DrunkenPirate@feddit.org
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            3 days ago

            Ich habe die Leute am Standort gefragt, warum das gemacht wird. Bin ja auch kontrolliert worden. Es gibt Diebstähle. So viele, dass die Kontrollen am Ausgang gebaut wurden. Der Pförtner meinte, meist werden Neue erwischt. Die kennen die Kontrollen noch nicht so gut und denken oft, es wäre jetzt ne gute Gelegenheit, weil grade keiner schaut.

            Die Standortleitung habe ich auch dazu gefragt, die würden gerne drauf verzichten, weil die Kontrolle kostet. Es sind aber zu viele Sachen von Kunden weggekommen.

            Klar ist das eine Pauschalisierung. Wird dann dummerweise noch durch private Erfahrungen mit Putzhilfen unterstrichen. Geklaut hat keine, aber es ist eine andere Welt.

            Das mit dem Snackschrank kenne ich auch. Die Chefs denken oft, es stände ihnen zu. Das geht aber ein bissl offtopic.

    • Kornblumenratte@feddit.org
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      3 days ago

      Wie oft schreiben Ärzte für ein bis zwei Tage krank? Vielleicht mal bei einem akute Durchfall oder Migräne, aber sonst schon aus Selbstverteidigung für eine Woche, um die, die länger als 3 Tage brauchen, nicht zweimal sehen zu müssen. Arbeitgeber, die eine Krankschreibung ab ersten Tag fordern, handeln sich damit längere Krankheitszeiten ein. Und ja, es gibt Menschen, die ohne Attest am ersten Tag häufiger fehlen würden. Ob mehr, ist eine andere Frage - da würden mich Studien interessieren. Es gäbe auf jeden Fall andere Möglichkeiten, solche Fehlzeiten zu steuern, als das Gesundheitssystem zu missbrauchen.

    • JensSpahnpasta@feddit.orgOP
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      3 days ago

      Auch wenn du hier dann massiv Gegenwehr bekommst, das war auch meine Erfahrung in der Arbeitswelt. Es gibt da einen massiven Unterschied - sicherlich nicht überall. Es gibt auch ungelernte Arbeiter, die pflichtbewusst arbeiten. Aber es gibt auch einen ganzen Haufen Leute, die eben in der Schiene gelandet sind, weil sie eben sehr fragwürdige Dinge im Leben machen. In meiner alten Firma gab es in der Produktion eine Abteilung, wo nur angelernte Leute gearbeitet haben und was da z.T. abging, passiert in einem Büro so einfach nicht. Da gibt es sicherlich einen anderen Wahnsinn, aber da sind die Leute dann einfach unangekündigt nicht zur Arbeit gekommen, um dann ein paar Wochen später als wäre nichts gewesen wieder aufzutauchen. Haben Drogen in der Umkleide verloren. Sich in der Pause geschlägert. Auf Firmenveranstaltungen die eigene Frau betrogen. Und ja, total offensichtliches blaumachen war natürlich auch dabei. Ist halt schon irgendwie blöd, wenn man sich krank meldet und dann in der gleichen Kleinstadt mit seinen Kumpels am gleichen Tag um die Häuser zieht. Die waren nett, aber halt schon irgendwie anders und man hat leider wirklich bemerkt, dass sie halt in der Situation waren, dass sie einen eher schlecht bezahlten und doofen Job machen mussten, weil sie irgendwie als Kind schon den Marshmallow-Test nicht gepackt haben. Und nein, das soll jetzt kein Angriff auf alle ungelernten Arbeiter sein, aber der Unterschied war schon auffällig