Die Einführung einer flächendeckenden Altersfeststellung würde alle Alternativen zu Big Tech und die Open-Source-Community besonders hart treffen. Denn der „EU Kids Act“ bietet kaum Ausnahmen: Zwar sollen Enzyklopädien wie Wikipedia und Open-Source-Softwareentwicklungsplattformen wie Codeberg ausgenommen sein, nicht jedoch dezentrale soziale Netwerke auf Open-Source-Basis wie Mastodon oder App Stores für freie Software wie F-Droid, Package Registries oder Open-Source-Distributionen.
Da bin ich mal gespannt, wie das am Ende bei förderierten Diensten und Open-Source-Distributionen aussehen soll. Rennen die dann jedem Hinz und Kunz hinterher, der irgendwo einen Lemmy-Server im Keller stehen hat oder eine Distro zusammenpacketiert hat? Zumal es ja nie ein großer Aufwand war, sich dann einfach einen VPS außerhalb der EU zu mieten.
Rennen die dann jedem Hinz und Kunz hinterher, der irgendwo einen Lemmy-Server im Keller stehen hat
ja, ja, ja! Hast du das denn noch nicht kapiert, dass der Sinn von Internetregulierungen ist, sicherzustellen, dass den großen Techkonzernen sämtliche Konkurrenz ausgeschaltet wird?!
Ich… Ich weiß nicht ob ein Stoppschild jetzt unbedingt ein gelungener Vergleich ist. Die sind meistens sinnvoll und retten Leben
Das kommt noch aus der Zeit als von der Leyen was mit Gesetzen zu dem Internet zu tun hatte. Bevor sie flintenuschi hieß war sie allgemein als zensursula bekannt.
Sie hat damals Websites sperren lassen und allen die die domains aufriefen sahen ein großes stoppschild.
Das bedeutete vor allem, dass problematische Webseiten (z.B. mit Kinderpornogeafie) nicht gelöscht oder wirklich bekämpft würden sondern nur für Leute ohne VPN gesperrt. Deshalb gab es damals die Initiarive “Löschen statt sperren”. Ganz zu schweigen davon, dass die Union damit natürlich versucht hat eine Zensurmaschinerie auf zu bauen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Löschen_statt_Sperren
https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/ursula-von-der-leyen-die-methode-zensursula-a-1275545.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Stasi_2.0Man merkt da auch, wie sehr sich das Overton-Fenster verschoben hat.
Aus heutiger Sicht muss man sagen, dass das Zugangserschwerungsgesetz eine völlig harmlose Maßnahme gewesen wäre. Keine gute Maßnahme, keineswegs; aber im Vergleich dazu, wie sehr im Jahr 2026 Regierungen die Kontrolle über das Internet gewonnen haben und immer weitere Vorschläge kommen, die Freiheit des Internets weiter einzuschränken, muss man sagen: gebt mir lieber das Zugangserschwerungsgesetz, wenn wir dafür EU KIDS Act, Chatkontrolle, TERREG, TAKE IT DOWN Act, Online Safety Act, usw. usw. usw. verhindern bzw. wieder abschaffen können!
Wahrlich nicht gut durchdacht.




