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Cake day: July 22nd, 2024

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  • Würde man eine Rückkehr zum Abstammungsprinzip beim Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit wegen Verstoßes gegen Art. 3 Abs. 3 und Art. 1 Abs. 1 GG für verfassungswidrig halten, wäre die in Deutschland von 1949 bis 2000 praktizierte Politik des Erwerbs der Staatsangehörigkeit nach dem Abstammungsprinzip unvereinbar mit dem GG. Die diese Politik tragenden Parteien hätte man in der Konsequenz wegen Verstoßes gegen die fdGO nach Art. 21 Abs. 2 GG verbieten lassen können. Eine fernliegende Vorstellung.

    Das hier ist btw Kern der ganzen Argumentation. Wenn man dem hier nicht zustimmt, dann fällt auch alles andere in sich zusammen.

    Dass es unmöglich sein kann, dass man 2000 erkannt hat, dass die bisherige Praxis nicht in Ordnung war und die Politik das korrigiert hat, ohne dabei das BVerfG zu brauchen, um sich dazu zwingen zu lassen, findet die Frau fernliegend.

    Mit diesem Argument “Das haben wir schon immer so gemacht und Jahrzehnte hat niemand dagegen geklagt” kann man meinetwegen bei Besitzverhältnissen Ansprüche geltend machen, aber damit doch bestimmt nicht Verfassungskonformität begründen.










  • Was die Partei an sich angeht hast du recht, aber das Vorfeld der Partei bildet sich durchaus aus dieser Schicht… und wenn ein gewisses Vertrauen erstmal aufgebaut wurde “vererbt” sich das (“Wenn Helmut meint die Partei taugt was, dann wird das schon stimmen!”)

    Auch das stimmt so nicht. Das neurechte Vorfeld ist maßgeblich gezeichnet von Burschenschaftlern und sonstigen Politik-, Jura-, und Philosophiestudenten.

    Die laufen auch nur Akademikern hinterher. Es sind nur Akademiker die auf andere Akademiker schimpfen.

    Ich denke man kann es ganz gut mit Lotto vergleichen.

    Und der Vergleich mit Lotto hat mehr mit der Wahrheit zu tun als die “seines eigenen Glückes Schmied” Erzählung, weil es eben sehr viel mehr auf Glück ankommt und auf die vor dem Spiel gegebenen Möglichkeiten Tickets zu ziehen.

    Was das jetzt aber mit dem Proletariat zu tun hat hast du noch nicht erklärt. Sind die Proletarier irgendwann zu Gamblern geworden?


  • Wenn du eine Chance haben willst von den Leuten aus dieser gesellschaftlichen Schicht ernstgenommen zu werden musst du selbst aus dieser Schicht stammen, die gleichen Jobs machen und ihre Sprache sprechen… aber auch dann wirst du mit der Idee des Sozialismus da keinen Blumentopf gewinnen.

    Das scheint so nicht zu stimmen, die AfD besteht ja zu großen teilen auch nicht aus dieser Schicht. Das "Spitzen"personal abgesehen von Chrupalla ist gebildet und hat auch vor dem Parteiamt nicht am Hungertuch genagt. Das sind Wirtschaftler, Anwälte, Lehrer, etcetc

    Viele der heutigen Arbeiterschicht kommen aus Ländern des ehemaligen Ostblocks (oder haben familiäre Verbindungen dahin) und haben dort entweder selbst den “real existierenden Sozialismus” erlebt oder von Familie, Freunden und Kollegen davon gehört… und die wenigsten wollen dahin zurück.

    Und ich verstehe den Reflex, weil man mit Sozialismus was schlechtes verbindet. Aber deswegen die ganze Analyse der Klassen abzulehnen und stattdessen dem Sozialdarwinismus das Wort zu reden der in seiner Extremform zu noch viel größerem Leid geführt hat als die autoritären sozialistischen Experimente, finde ich nur so mittelmäßig schlüssig.