Ich poste den Artikel als update zu diesem Post https://feddit.org/post/33513386
Vonseiten der Leitung habe es keine Anweisung gegeben, Besucher aufzufordern, Pride-Fahnen abzudecken oder zu entfernen
Die Vorgänge würden nun gemeinsam mit dem Sicherheitsdienst geprüft und aufgearbeitet
Ich hoffe, eine*r oder mehrere der Betroffenen erstatten Anzeige wegen Verstoßes gegen das Antidiskriminierungsgesetz. Wenn die Secus schon so dumm sind, die Pride-Flaggen als Grund für die Zugangsverweigerung zu nennen, sollte man dafür auch rechtliche Konsequenzen ziehen.
Team Scheisse hat dazu schon ein Lied geschrieben:
Wir könnten uns um schöne Dinge kümmern
Stattdessen müssen wir uns um den Abschaum kümmern
Bist du anti ANTIFA
bist du FA
Sicherheitsdienst mit fragwürdiger Gesinnung?
Ob das der selbe Sicherheitsdienst ist der das dieses Jahr auch auf Wacken macht?
Kontext?
Gab diverse Berichte von Besuchern (ich persönlich hab vorallem internationale gesehen), die wegen Regenbogenflaggen, FCKNZ-Patches und ähnlichem nicht aufs Gelände kamen, und das obwohl man drinnen solche Patches natürlich zu kaufen kriegt. Teilweise noch in Kombination mit “aber die Gestalten in Thor Steinar Kluft wurden brav ignoriert und eingelassen” und in krassem Gegensatz zu dem, was das Wacken offiziell zu dem Thema zu sagen hat.
Da gab’s also sehr viel Kopfschütteln über die Security und wer auf die Idee gekommen ist, die Typen ausgerechnet da den Einlass regeln zu lassen.
Ich würde einfach mal annehmen, bei so einer Sicherheitsfirma heisst es grundsätzlich:
Wer mit irgendwelchen Fahnen herumläuft, ist immer ein potentieller Unruhestifter, und kann das vielleicht gerne draussen run, aber sicher nicht drinnen, ganz sicher nicht während unserer Schicht.
Wir hatten unserer Security auf einem Festival die Anweisung gegeben “Keine Hakenkreuze erlaubt”, was dazu geführt hat, dass Leute mit patches mit durchgestrichenen Hakenkreuzen nicht aufs Gelände gelassen wurden…
Teilweise werden da einfach nur komplett stumpf Anweisungen befolgt ohne ein kleines bisschen nachzudenken
Haha, so arbeite ich auch immer. Gerade wenn man “weiter unten” in der Nahrungskette arbeitet muss man sich das gut überlegen. Für das Befolgen von Anweisungen kann man schlecht angemeckert werden. Für’s selber Nachdenken schon. Das ist dann aber ein Fehler des Managements.
Tatsächlich hat mich in der 7. oder 8. Klasse mal ein Lehrer böse angefahren weil auf meinem Block ein durchgestrichenes Hakenkreuz gekritzelt war. Offensichtlich wollte er damals einfach gar kein Hakenkreuz mehr sehen, auch nicht explizit durchgestrichen als politisches Statement. Seine Argumentation war damals, dass man zum durchstreichen ja erstmal grundsätzlich das Symbol zeichnen muss.
Das erinnert mich an eine Anekdote aus meiner Schulzeit in der DDR. Wir sollten im Kunstunterricht in der 6.Klasse ein Boot auf dem Fluss malen. Dafür hatten wir ein paar Wochen Zeit. Die ersten Teile der Flagge haben wir fast alle zuerst gemalt und erst am Ende der Phase diese dann vervollständigt. So freuten wir uns wochenlang, dass wir vorübergehend ein BRD Boot gezeichnet hatten. Ich bin froh, dass ich heute die Freiheit habe, jede beliebige Flagge zu zeichnen, die nicht dafür steht, genau diese Freiheit wieder zu beenden.
was dazu geführt hat, dass Leute mit patches mit durchgestrichenen Hakenkreuzen nicht aufs Gelände gelassen wurden…
Das war vielleicht nicht ganz in deinem politischen Sinn, aber denk doch mal nach: auch ein durchgestrichenes Hakenkreuz ist ein möglicherweise provokantes Statement, je nach Kontext. Evtl mit vergleichbarem Stress-Potential?
Wieso versuchst du wiederholt, solche Methoden zu verteidigen? Erst bei den Secus, die die Flaggen aus der Passage raushalten wollen und jetzt bei durchgestrichenen Hakenkreuzen. Wirkt langsam echt weird.
solche Methoden zu verteidigen?
Falsch. Und falsches Framing.
Gargleblaster hat’s übrigens richtig verstanden. Einfach nochmal lesen.
Verteidigen ist vielleicht nicht der beste Ausdruck. Nichtsdestotrotz finde ich es schräg, wenn jemand immer wieder Ausreden für so etwas sucht.
Frei nach dem Spruch “Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend zu erklären ist”?
Irgendwann ist es aber durch Dmheit nicht mehr hinreichend erklärbar und der Spruch und die Idee dahinter, wenn auch wohlmeinend, wird gefährlich, weil dann tatsächliches, absichtliches Voranbringen problematischer Einstellungen/Gedanken/Ideologien heruntergespielt und verharmlost werden.
Den kenne ich, und versuche ich im Leben häufig anzuwenden. Und, wer hätte das gedacht, gerade bei solchen, ich sag mal, Propagandisten werde ich dann dafür schwer verteufelt.
In dem Kontext eher weniger. War ein linksorientiertes politisches Festival
Ich war selbst mit Antifa Fahne bereits in unserem Einkaufszentrum hier. Die Security hats nicht gejuckt. Bei Regenbögen rumzumucken verrückt
Antifa sind ja keine Terroristen. LGBTQ anscheinend schon
Ich hoffe, dass sie die Sicherheitsmitarbeiter die den Scheiß abziehen entlassen haben.








