Rolf Mützenich ist der profilierteste Diplomatie-Verfechter innerhalb der SPD. Im Jacobin-Interview spricht er darüber, was Deutschlands UN-Blamage bedeutet und wie an der Basis seiner Partei über Aufrüstung diskutiert wird.
Rolf Mützenich ist der profilierteste Diplomatie-Verfechter innerhalb der SPD. Im Jacobin-Interview spricht er darüber, was Deutschlands UN-Blamage bedeutet und wie an der Basis seiner Partei über Aufrüstung diskutiert wird.
Wozu soll das verführen, was für Einsätze außerhalb der Landesverteidigung sollen das sein, es glaubt doch niemand ernsthaft dass man demnächst in Frankreich einmarschiert.
Dazu kommt, dass die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee ist. Damit die ernsthaft offensiv eingesetzt werden könnte bräuchte man mindestens mal nen Flugzeugträger, sonst bleibt es bei ein paar Bodentruppen zur Friedenssicherung(und diese können dann auch nur in Kooperation mit anderen Staaten erfolgen) Selbst mit unverantwortungsvollen Politikern könnte auch eine aufgerüstete Bundeswehr nicht mal eben so wo einmarschieren.
Und was hier oft Kriegstüchtig genannt wird ist anderswo einfach nur der normalzustand, wenn eine Amee keinen Krieg führen kann, wozu sollte man sie dann überhaupt aufstellen. Tatsache ist, dass Deutschland viel Geld hat, demensprechend viel kann man dann auch in Rüstung investieren, dass ist man den Verbündeten einfach schuldig. Man sollte nicht von Polen und den baltischen Staaten erwarten, dass die die gesammte Eu alleine verteidigen
Wieviele Flugzeugträger hatte Nazi-Deutschland? Aber insgesamt bin ich bei dir.
Die hatten dafür Langstrecken Bomber und Schlachtschiffe. Aber auch die Nazis hätte keinen Krieg abseits von Eiropa beginnen können, oder nur sehr schwierig. Irgendwie müssen die Truppen, Flugzeuge und Panzer ja auch dahin.
Es geht eher um mögliche (offensive) Kriegseinsätze in Übersee, nicht zwischen Maas und Memel.
Die lassen sich nur politisch verhindern. Denn bei den Fähigkeiten, die ein Militär für brauchbare Verteidigung braucht, ist alles Mögliche dabei, das man auch offensiv nutzen kann.
Wehrkraftzersetzung trägt auch ihren Teil dazu bei, dass militärische Maßnahmen unattraktiver werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Graf_Zeppelin_(Schiff,_1938)
Das deutsche Wirtschaftsmodell ist darauf angewiesen, dass Menschen in anderen Teilen der Welt durch militärischen Druck die Füße stillhalten. Unsere ganze wirtschaftliche Ordnung ist nur durch militärischen Druck denkbar. Und wenn die Amis sich zurückziehen, wird die Bundesrepublik im Interesse des nationalen Kapitals ihre militärische Schlagkraft einsetzen um etwa “notfalls die Huthis in die Steinzeit zu bomben” wie es bei Die Lage der Nation ausgedrückt wurde.
Natürlich führt auch eine zunehmende volkswirtschaftliche Abhängigkeit von der Rüstungsindustrie dazu führen, dass die BRD ein kleineres Interesse an der friedlichen Lösung von Konflikten hat. Viel mehr profitiert Deutschland wirtschaftlich künftig noch mehr von Krieg.
Ach da findet sich schon eine Lösung. Wie bei Afghanistan zum Beispiel. Jeder Militäreinsatz aller Zeiten war noch immer “Verteidigung”.
Wenn es um den Sozialstaat, Bildung, Klimaschutz, Verwaltung oder Infrastruktur geht, hat es anscheinend kein Geld. Immerhin gibt es jetzt mehr Panzer.