• kossa@feddit.org
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    5 days ago

    Normalerweise bekommen die Personen die Resourcen, die den größten Gewinn damit erzielen können.

    Das ist ja nur die Hälfte der “Wahrheit”. Die Allokation ist ja ein Zusammenspiel nicht nur von den Gewinnaussichten, sondern auch des zu erwartenden Risikos. Wenn Märkte aufgrund ihrer Beschaffenheit ein Ungleichgewicht der Akteure mitbringen, dann muss man regulatorisch eingreifen, um die Marktmechanismen zu nutzen.

    Im Falle des Wohnungsmarktes also potentiell das Risiko für Vermietung unter bestimmten Umständen erhöhen, aka Strafen androhen, falls Gesetze missachtet werden. Ob das jetzt die feinfühligste und zielgerichtetste Regulatorik ist, sei mal dahingestellt. Wir sehen ja schon bei der Mietpreisbremse, dass die handwerklich nicht so geil ist, wenn die Betroffenen sich selbst wehren müssen, aber schon nicht die notwendigen Informationen bekommen. Märkte funktionieren ja auch nur bei gleicher Informationslage der Akteure.

    Aber, um den Bogen noch weiter aufzumachen: sollten Grundbedürfnisse (Wohnen, Essen, Heizen, Anziehen) überhaupt einer Marktlogik unterworfen werden, bzw. bis zu welchem Grad?

    • plyth@feddit.org
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      5 days ago

      sollten Grundbedürfnisse (Wohnen, Essen, Heizen, Anziehen) überhaupt einer Marktlogik unterworfen werden

      Grundbedürfnisse sollten ohne Hürden gestillt werden. Es sollte genügend Notwohnungen geben, dass jeder zum Herstellungspreis günstig wohnen kann.

      Mit dieser Grundversorgung könnte man dem Immobilienmarkt freien Lauf lassen und man könnte sich viele regulatorische Kosten sparen.

      Wenn Märkte aufgrund ihrer Beschaffenheit ein Ungleichgewicht der Akteure mitbringen, dann muss man regulatorisch eingreifen

      Regulatorisch zur Verbesserung der Allokation. Nicht jede Regulation ist gut. Der Trick der Elite ist es, durch Regulation Märkte weiter zu ihren Gunsten zu verzerren, es aber als Vorteil für die Gesellschaft zu verkaufen. Diese Möbilisierungsregel scheint mir dazuzugehören.