Die französische Regierung hat nach wochenlangen Protesten von Schülerinnen, Schülern und Studierenden Verbesserungen im Bildungswesen angekündigt. Sie will das umstrittene Hochschulzulassungssystem Parcoursup ersetzen, zusätzliche Lehrerstellen schaffen und Milliarden in Schulen und Universitäten investieren.
Es wäre viel mehr drin, wenn es hier eine andere Protestkultur gäbe und die Bevölkerung der Politik mal zeigen würde, wer hier für wen zu arbeiten hat.
Das scheitert aber hier schon daran, dass die Gewerkschaften, die in anderen Ländern in dieser Hinsicht eine wichtige Rolle spielen, so eng mit der Politik vernetzt sind, dass sie sich nicht trauen, irgendwas zu machen, womit sie die Drehtür für ihre oberen Funktionäre gefährden könnten.