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Zugleich sei die Schülerschaft in den vergangenen Jahren unterschiedlicher geworden, fügte Greiff hinzu. Grund sei nicht nur Zuwanderung. Es gebe stärkere soziale Unterschiede und immer mehr psychosoziale Problemlagen. “Die Trennlinie läuft nicht zwischen Jugendlichen mit und ohne Zuwanderungshintergrund, sondern zwischen Jugendlichen aus sozial privilegierten und sozial benachteiligten Familien”, sagte der Experte.

“Die Frage ist, wie gut das Bildungssystem auf Unterschiede eingestellt ist”, fügte er hinzu. “Viele Staaten schaffen es, unterschiedliche Voraussetzungen in eine Stärke der Vielfalt umzuwandeln.” In Deutschland klappe das nicht überall. Als Problemlagen nannte Greiff frühkindliche Bildung, Lehrkräftemangel und Digitalisierung.

  • plyth@feddit.org
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    13 days ago

    Der Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischen Status und dem Bildungserfolg ist in Deutschland etwa dreimal so stark wie in Kanada”

    Ist in Kanada die Bildung für den niedrigeren Status besser oder für den höheren Status schlechter?

    “In Deutschland sind nur zwei von 100 sozial benachteiligten Schülern leistungsstark. Unter sozial Privilegierten sind es 25 von 100.”

    Wenn IQ nicht zufällig verteilt ist, ist doch zu erwarten, dass beruflich erfolgreiche Eltern schlauere Kinder bekommen. Wichtig wäre zu wissen, welchen Wert wir für sozial benachteiligten Schüler hätten erreichen müssen im internationalen Vergleich.

    • 5ibelius9insterberg@feddit.org
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      13 days ago

      Kanada hat zumindest seit 2000 durchgängig einen höheren Pisa-Score als Deutschland.

      Beruflicher Erfolg hängt in Deutschland weniger vom IQ der Eltern, sondern eher Geldbeutel der Eltern ab. Du setzt hier (bewusst oder unbewusst) den sozioökonomischen Status mit dem IQ in einen kausalen Zusammenhang. Das halte ich für falsch, weil dadurch die Vorstellung verstärkt wird, wer viel Geld hat, wäre fähiger, bzw. wer wenig Geld hat, hat selber Schuld.

      • plyth@feddit.org
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        13 days ago

        Wenn Einkommen von IQ abhängt, ist geringes Einkommen gerade kein eigenes Verschulden.

        Für die leistungsstarken gilt:

        Bei den oberen 50 Prozent der am Arbeitsmarkt Teilnehmenden sehen wir dann eine sehr, sehr starke Verknüpfung zwischen Einkommen und kognitiven Fähigkeiten", sagt Keuschnigg.

        https://www.dw.com/de/die-reichsten-menschen-sind-nicht-die-schlausten/a-64695720

        Nur für das obere Prozent gilt:

        Laut der Studie des Soziologen verdient das eine Prozent der Bestverdiener mit 200.000 Euro zwar fast doppelt so viel wie das zweite Prozent, ist aber dafür auch “einen Ticken weniger intelligent”, wie Keuschnigg es beschreibt.