Augsburg (lby) - Der Münchner Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch sieht Forderungen nach einer Rückkehr zur Atomkraft in Deutschland
Anderer reaktortyp und so aber meltdown würds trotzdem geben wenn alle kühlung ausfällt oder? Würde halt nich so ausarten und explodieren wie tschernobyl.
Unwahrscheinlich. Die Kernspaltung wird bei Kühlausfall i.d.r. unterbrochen. Dafür gibt es passive und aktive Systeme.
Der wird nur ein bisschen warm. Kommt aber auf Bauart etc. an. Und ein paar hundert grad ist nicht schlimm. Das was noch an Energie abgeführt werden muss müsste ich nachgucken, kann aber nicht viel sein.
Edit: ist wie ein passiv gekühlter Castor Behälter. Nicht anfassen, aber ok.
Eine Unterbrechung der Kernspaltung heißt nicht, dass da keine Wärme mehr frei wird. Der radioaktive Zerfall gerade der kurzlebigen Spaltprodukte im Reaktorbrennstoff setzt große Mengen an Wärme frei.
Die Energie, die bei einem frisch abgeschalteten Leistungsreaktor in Form von Wärme abgeführt werden muss, ist in den ersten paar Tagen enorm. Das ist rein passiv nicht zu kühlen. Siehe Fukushima. Dort ist nämlich die (aktive) Kühlung ausgefallen, weil die Verbindung zum Stromnetz durch das Erdbeben zerstört wurde und die Notstrom-Diesel im Tsunami abgesoffen sind. Auch frisch verbrauchte Brenelemente brauchen aktive Kühlung. Das, was in den Castor reinkommt, hat schon Monate bzw. Jahre in einem aktiv gekühlten Abklingbecken gelagert und entwickelt nicht mehr so viel Zerfallswärme. Deswegen lässt sich das passiv mit Luft kühlen. In Fukushima gab es auch Probleme mit Abklingbecken wegen der ausgefallenen Kühlung.
Der Unfall in Tschernobyl war übrigens Ergebnis eines Sicherheitstests, mit dem nachgewiesen werden sollte, dass auch bei einem Stromausfall und einer Reaktor-Schnellabschaltung die Kühlung des Reaktors lückenlos weiterläuft, (Spoiler: Konnte bei Block 4 aus Gründen nicht nachgewiesen werden) indem die Schwungmasse der auslaufenden Turbogeneratoren noch genug Energie zur Versorgung der Kühlwasserpumpen liefert, bis die Notstrom-Diesel angesprungen, auf Nennleistung hochgefahren sind und die Stromversorgung übernehmen. (Bei der Anlage in Tschernobyl hätte das ca. eine Minute gedauert)
Weil sonst Tschernobyl :)
Nein. Das ist lustig, ist aber falsch.
Anderer reaktortyp und so aber meltdown würds trotzdem geben wenn alle kühlung ausfällt oder? Würde halt nich so ausarten und explodieren wie tschernobyl.
Unwahrscheinlich. Die Kernspaltung wird bei Kühlausfall i.d.r. unterbrochen. Dafür gibt es passive und aktive Systeme.
Der wird nur ein bisschen warm. Kommt aber auf Bauart etc. an. Und ein paar hundert grad ist nicht schlimm. Das was noch an Energie abgeführt werden muss müsste ich nachgucken, kann aber nicht viel sein.
Edit: ist wie ein passiv gekühlter Castor Behälter. Nicht anfassen, aber ok.
Eine Unterbrechung der Kernspaltung heißt nicht, dass da keine Wärme mehr frei wird. Der radioaktive Zerfall gerade der kurzlebigen Spaltprodukte im Reaktorbrennstoff setzt große Mengen an Wärme frei.
Die Energie, die bei einem frisch abgeschalteten Leistungsreaktor in Form von Wärme abgeführt werden muss, ist in den ersten paar Tagen enorm. Das ist rein passiv nicht zu kühlen. Siehe Fukushima. Dort ist nämlich die (aktive) Kühlung ausgefallen, weil die Verbindung zum Stromnetz durch das Erdbeben zerstört wurde und die Notstrom-Diesel im Tsunami abgesoffen sind. Auch frisch verbrauchte Brenelemente brauchen aktive Kühlung. Das, was in den Castor reinkommt, hat schon Monate bzw. Jahre in einem aktiv gekühlten Abklingbecken gelagert und entwickelt nicht mehr so viel Zerfallswärme. Deswegen lässt sich das passiv mit Luft kühlen. In Fukushima gab es auch Probleme mit Abklingbecken wegen der ausgefallenen Kühlung.
Der Unfall in Tschernobyl war übrigens Ergebnis eines Sicherheitstests, mit dem nachgewiesen werden sollte, dass auch bei einem Stromausfall und einer Reaktor-Schnellabschaltung die Kühlung des Reaktors lückenlos weiterläuft, (Spoiler: Konnte bei Block 4 aus Gründen nicht nachgewiesen werden) indem die Schwungmasse der auslaufenden Turbogeneratoren noch genug Energie zur Versorgung der Kühlwasserpumpen liefert, bis die Notstrom-Diesel angesprungen, auf Nennleistung hochgefahren sind und die Stromversorgung übernehmen. (Bei der Anlage in Tschernobyl hätte das ca. eine Minute gedauert)
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