Spoilerwarnung
Ich werde hier nach und nach meine Reviews für die Kurzgeschichten aus Halfway to better als Kommentare hinterlassen. Hinweis: Ich hab diesmal das Buch ausnahmsweise als Hörbuch gehört. Das hat die Auswirkung, dass ich die Namen der Charaktere nie gelesen habe und sie nicht nachschlagen kann. Ich habe daher relativ häufig umschrieben oder geschätzt wie der Name geschrieben sein könnte.
Freue mich wie über über euren Senf zu meinem Senf.


Review The Day we stopped Burning
Eine ältere Schwester schenkt ihrer jüngeren Schwester ein “fire thing” (ich glaube entweder eine Kerze oder ein Feuerzeug) zum 16. Geburtstag, dass sie aus ihrem Job als Müllhaldensortiererin geschmuggelt hat und kommt dabei ins Nachdenken über das Verbrennen. Dinge zu verbrennen scheint in dieser Zukunft überhaupt nicht mehr nötig zu sein und zwar so wenig, dass der Akt allein völlig absurd scheint. Die “Zerstörung” von Kohlenwasserstoffen, Bäumen etc wird dabei auch mit der Zerstörung der Umwelt und der Menschen gleichgesetzt, die durch die Verbrennung entsteht. Gleichzeitig sieht die Hauptperson in ihrer kleinen Schwester ein Feuer brennen (im positiven Sinne). Es wird hier also ein bisschen eine Trennung zwischen Brennen als Bild für Energie (Sonne, die kleine Schwester) und Verbrennung als Bild für Zerstörung aufgemacht. Sie möchte ihrer kleinen Schwester das Fire Thing zum Geburtstag schenken als Methapher für das Feuer in ihr und als kleines Symbol von dem Recht auf Unfug als Heranwachsende Person. Als Person die in einer durch Verbrennung geschädigten Welt lebt, soll sie zumindest die Möglichkeit haben das Fire Thing anzuzünden.
Ich mag die Geschichte. Die Idee, dass wir eines Tages als Gesellschaft so weit sind, dass der Akt Dinge zu verbrennen vollkommen absurd erscheint, ist schön (auch wenn ich glaube, dass wir immer so Dinge wie Lagerfeuer machen werden). Und auch, dass das “Recht” auf Unvernunft als heranwachsende Person gewürdigt wird, mag ich.