Spoilerwarnung

Ich werde hier nach und nach meine Reviews für die Kurzgeschichten aus Halfway to better als Kommentare hinterlassen. Hinweis: Ich hab diesmal das Buch ausnahmsweise als Hörbuch gehört. Das hat die Auswirkung, dass ich die Namen der Charaktere nie gelesen habe und sie nicht nachschlagen kann. Ich habe daher relativ häufig umschrieben oder geschätzt wie der Name geschrieben sein könnte.

Freue mich wie über über euren Senf zu meinem Senf.

  • Triplef@feddit.orgOPM
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    11 days ago

    Review slimy things did crawl

    Edit: Ich habe offensichtlich das Geschlecht der Hauptperson falsch gelesen (danke für den Hinweis), weswegen Teile dieses Reviews nur bedingt Sinn ergeben.

    Ich liebe diese Geschichte Die Menschheit und “die Natur” sind in dieser Kurzgeschichte auf so viele intelligente Weisen miteinander verknüpft. Die Hauptfiguren sitzen in einem U-Boot und sammeln Mikroplastik vom Meeresboden das die Menschheit dort hinterlassen hat. Ihre Forschung ist davon abhängig, dass sie etwas “interessantes” finden, das Ökosystem ist davon abhängig dass sie etwas finden, das als ausreichend interessant genug befunden wird, um den Meeresboden nicht für Unterseebergbau platt zu machen. Dann finden sie ohne es zu wissen genau diese Sache in Form eines wurmförmigen Organismus und der Organismus findet sie. Sie finden den Wurm mithilfe ihres Sonars und das Sonar macht es dem Wurm erst möglich sie zu finden und das U-Boot zu fressen. Im Bauch des Wurms ist die Besatzung des U-Boots darauf angewiesen nicht verdaut zu werden und schafft es, indem sie einen Großteil des U-Boots zurücklässt in Sicherheit. Dass die Crew wieder frei ist, rettet gleichzeitig dem Wurm das Leben weil sie den Nachweis erbringen, dass sich “interessantes” Leben am Grund des Ozeans befindet. Gleichzeitig rettet diese Wurmart der Menschheit in gewisser Weise den Hintern weil sie Mikroplastik frisst.

    Die Schicksale der Menschen (sowohl der Crew als auch der Menschheit) und des Wurms sind in sehr vielfältiger und komplexer Weise miteinander verwoben. In gewisser Weise könnte man von einer Symbiose sprechen. Außerdem versuchen die Hauptcharaktere in der Geschichte ein durch die Menschheit verursachtes Problem zu lösen, die Natur findet schon eine bessere Lösung als die Menschheit es könnte. Gleichzeitig schafft der Versuch der Menschen das Problem zu lösen die Grundlage, um nicht noch weitere Zerstörung durch Unterseebergbau zu verursachen.

    Ich finde die Geschichte hat auch gewisse Horror-Elemente, weil die Besatzung dem Wurm über längere Zeit ausgeliefert ist und ein Überleben nicht gesichert ist. Das Gefühl erinnert mich ein bisschen an Subnautica spielen.

    Zu den Charakteren: Die weibliche Hauptperson hat mir sehr gefallen. Sie ist aktiv, ergreift die Initiative, hat Grips und hat gleichzeitig einen völligen Crush auf das schwedische Besatzungsmitglied, der sie halb außer Gefecht setzt. Ich finde es toll, dass einer weiblichen Figur so “zugestanden” wird völlig hirntot zu “simpen”, gleichzeitig aber auch ein aktiver, handlungsfähiger Charakter zu sein, der mit der Hilfe der beiden anderen die Crew aus der Gefahr rettet. Gleichzeitig mag ich auch die Figur des Schweden, weil er nicht in die “Held-Trottel-Dichotomie” fällt (Männer in Geschichten sind meist entweder strahlende Helden oder absolute Volltrottel oder auf dem Weg vom einen zum anderen). Er ist ein kluger, charmanter Charakter, der sich aber nicht vordrängt und versucht die Situation selbst zu lösen, sondern der Kapitänin das Steuern überlässt (und sind wir ehrlich, das ist nicht so selbstverständlich wie es klingt).

    • luce@feddit.orgM
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      13 days ago

      Spannend das mit der Symbiose! Hatte ich noch gar nicht so drüber nachgedacht, aber ich finde es einen guten Punkt. Und ich hatte die Kapitänsperson immer als männlich gelesen, aber vielleicht habe ich da was überhört/überlesen (hab das Buch vor längerer Zeit gelesen und jetzt nochmal als Hörbuch gehört), oder vielleicht wird das Geschlecht auch gar nicht erwähnt? Bei der Geschichte hab ich immer sofort Lust bekommen bei so einer forschungsmission mitzumachen, leider fehlen mir dazu die Qualifikationen 🥲

      • Triplef@feddit.orgOPM
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        12 days ago

        Hab gerade gegoogelt. Mateo wird klassischerweise als Jungenname genutzt. Damit habe ich das aufgrund der weiblichen Erzählstimme vermutlich einfach falsch interpretiert. Shame on me :D