• it_depends_man@lemmy.world
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    3 days ago

    Ziemlich öde. Wenn man nur nachplappern darf was andere gesagt haben kommt da nix sinnvolles bei raus.

    Imo: Entwicklungshilfe, Forschung und Universitären Forschungsetat um 90% kürzen bis die den Transparenz und Qualitätsmanagementspflichten nachkommen, aber das ist eher Meinung als nützlich. + open data.

    Wir wissen genau das die sozialen Töpfe der große Posten sind. Da ist der wichtigste Posten die Miete bzw. die Rente. Wenn wir das nicht gesellschaftlich anfassen wirds nix mit ausgeglichenem Haushalt. Ich finds an der Stelle auch nicht zu viel verlangt das man weniger Anspruch auf Quadratmeter hat und langfristig mehr WGs bildet / bilden muss. Oder Umziehen in Regionen mit mehr Kapazität. Ausgestaltung ist da aber schwierig.

    Noch ein Thema das damit zu tun hat sind auch die Löhne in teuren Regionen. Also z.b. irgendein McDonalds im Zentrum von München wo es keine günstigen Wohnungen drum herum gibt. Da sollten Geschäfts einfach zahlen was man da für eine Wohnung im unteren Segment in der Nähe des Arbeitsplatzes braucht. Reduziert Verkehr und Folgekosten, schafft Einnahmen, Lohnsteuer, etc. Wenn sich dann der McD nicht mehr lohnt ist das so.

    Anderes Thema sind die Einnahmeposten. Ich würde Strafen für banalen Kram so hoch setzen das sich wenigstens die Bearbeitung durch den Staat “lohnt”, damit kommen wir aus dem Problem raus das Ordnung ein negativ Geschäft ist. Die meisten Falschparker die ich sehe fahren irgendwelche Porsche SUVs, die können sich das leisten.

    Dann gibts da die Vermögenssteuer, mein favorit dafür wäre ja eine Exponentialfunktion, ich glaube (1/1Mrd)**2 * 20% rundet sich so weg das es bei allem unter ner Million weggerundet wird, Milliardäre zahlen 20% und jemand wie Elon Musk wird arm wenn er hier leben würde.

    Noch ein Punkt wäre CO2 Steuer, da könnte man einmal richtig fett auf die Tube drücken solange es noch verbrenner gibt, das würde der xyz Wende helfen und es kämen Einnahmen dabei heraus.


    … aber nein ich darf nur auswählen ob ich das Rentenalter auf 70 anheben will. Total bescheuert.

    • kossa@feddit.org
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      2 days ago

      Das ist ja genau die Lehre aus der Übung: wenn man nur die offensichtlich “normalen” Dinge auf der Einkommensseite tut (Vermögensteuer, Steuerflucht und -betrug bekämpfen) hat man soviel Geld, dass es keinen Einschnitt irgendwo bräuchte und man gar nicht weiß wohin damit. Da kann man random doppelt so viel Bahninfrastruktur bauen und hat immer noch unendlich viel Geld.

      Wir müssten mit der Rente genau gar nichts tun, wenn unser Steuersystem funktionieren täte (also Reiche proportional an den Ausgaben beteiligen würde).

      • it_depends_man@lemmy.world
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        2 days ago

        Wir müssten mit der Rente genau gar nichts tun, wenn unser Steuersystem funktionieren täte (also Reiche proportional an den Ausgaben beteiligen würde).

        Jain, bin ich voll dabei die Reichen entsprechend zu besteuern. Aber ich glaube das reicht nicht langfristig. So reich sind die Reichen nicht, in dem Sinne das das denen zwar die Hälfte der Republik gehört, aber der Umsatz der über Lohn und Miete und Ausgaben bei allen nicht-reichen zirkuliert, der ist so gigantisch, das Privatbesitz der reichen im Vergleich nicht so lange reicht.

        Also, wenn wir die Reichen richtig hart besteuern und die ihren Besitz verkaufen um die Steuern zu zahlen, etc. dann wird das umverteilt und das ist gut. Aber damit ist nach 10-15 Jahren Schluss.

        Das ist kein Grund das nicht zu tun, aber es ist keine langfristige Lösung.

        • kossa@feddit.org
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          2 days ago

          Zynisch reicht es ja die Rente ~15 Jahre zu stützen, bis die Boomer weitestgehend keine Rente mehr bekommen.

          Davon aber ab, unterschätzt du, wie crazy reich die Reichen sind. Wenn man nur bspw. mal die Klatten nimmt und den angeblich zu radikalen Vermögensteuervorschlag der Linken, der explizit darauf zielt Milliardäre zu Millionären zu machen…die Klatten würde in diesem Leben nicht mehr miterleben, dass sie keine Milliardärin mehr ist.

          Und davon auch ab: das umverteilte Geld (selbst oder gerade wenn man es nur zu den Rentnern schiebt) wird ja direkt ausgegeben, die Wirtschaft wächst, die Löhne wachsen etc. pp. Das Problem sind ja technically nicht die Reichen, sondern dass die Reichen keinerlei Anlass haben ihr Geld auszugeben. Die haben schon alles. Von rumliegenden Vermögen gibt es aber kein Wachstum, gibt es keine Investitionen usw. usf. Wenn man noch mehr Aktien von random Unternehmen anhäuft hat keiner mehr Arbeit oder mehr Lohn. Wenn man von dem Geld aber fett Brötchen kauft, hat der Bäcker mehr zu tun, er braucht Arbeiter und die Zahlen Sozialabgaben 👍

          • it_depends_man@lemmy.world
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            2 days ago

            Zynisch reicht es ja die Rente ~15 Jahre zu stützen, bis die Boomer weitestgehend keine Rente mehr bekommen.

            Warum was passiert dann? Gibts da schon was geregelt das es weniger wird?

            Davon aber ab, unterschätzt du, wie crazy reich die Reichen sind.

            Neeee.

            https://de.wikipedia.org/wiki/Vermögensverteilung_in_Deutschland

            unter Hinzuschätzung der besonders großen Vermögen besaß 2012 das reichste Prozent in Deutschland 31–34 % des Gesamtvermögens.

            2017 lag das Gesamtvermögen bei rund 14.300 Milliarden Euro.

            Das reicht für ne grobe Schätzung aus:

            Unser Bundeshaushalt sind knapp 500 Milliarden. Die 2% Vermögenssteuer der linken ist natürlich zu wenig. Wenn wir hier das Beispiel mit den Schulden und den Sozialausgaben nehmen, sind die Neuverschuldung und die Sozialausgaben 300 Mrd. das ist ne schön runde Zahl.

            >>> 14300*0.33
            4719.0
            >>> 4700/300
            15.66
            
            

            Wir können denen alles Geld wegnehmen was sie haben (nicht 1%) und es reicht gerade mal 15 Jahre. Beim Gesamthaushalt von 550 Mrd reicht es nichtmal für 10 Jahre. Wenn du irgendwo bessere Zahlen hast, nehmen wir gerne die!

            Und wie gesagt, das ist kein Grund es nicht zu tun. Aber es ist keine Dauerlösung.

            • kossa@feddit.org
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              2 days ago

              Das Vermögen wächst aber auch pro Jahr, im langfristigen Mittel mit 6%, in den letzten Jahrzehnten deutlich darüber.

              Und warum genau fallen alle anderen Steuern weg, wenn wir Vermögen besteuern - warum sollten wir die Sozialausgaben komplett aus Vermögensteuern bezahlen müssen?

              • it_depends_man@lemmy.world
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                1 day ago

                Das Vermögen wächst aber auch pro Jahr, im langfristigen Mittel mit 6%, in den letzten Jahrzehnten deutlich darüber.

                Ja, aber wenn wir wollen das das Vermögen wächst, können wir es nur mit maximal 5% besteuern. Das sind dann nicht die 6% p.a. und 300 Mrd mit denen ich gerechnet habe, sondern “nur” 5% und 235 Mrd. EDIT da hab ich mich verrechnet, der Unterschied ist gar nicht so groß…

                Eigentlich will ich aber auch gar nicht das das Vermögen des 1% oder der top 10% weiter wächst, das soll sich besser verteilen!

                Und warum genau fallen alle anderen Steuern weg, wenn wir Vermögen besteuern

                Wäre ja gar nicht der Fall. Es fehlt trotzdem noch an allen Ecken und Ende. Der Haushalt über den wir da reden, ist ja der MIT den Kürzungen die gerade beschlossen wurden.

                warum sollten wir die Sozialausgaben komplett aus Vermögensteuern bezahlen müssen?

                Müssen wir nicht und tun wir nicht und würden wir auch nicht. Es zahlen immernoch trotzdem alle in Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung ein.

                Das Problem ist ja nicht das die komplette Rente aus dem Bundeshaushalt kommt, kommt sie nämlich gar nicht. Die 130Mrd€ die aus dem Steuergeld in die Rente fließen, das ist ja nur die Unterstützung vom Bund. Nur die Arbeitslosenversicherung kommt regulär aus dem Bundeshaushalt.