Dabei geht es auch um die Frage, ob durch Taser der Einsatz von Schusswaffen verringert werden kann. […]
Die Distanz-Elektroimpulsgeräte (DEIG) kamen seit Beginn des Pilotprojektes Anfang Juni im bayerischen Streifendienst 19 Mal zum Einsatz, meldete das Bayerische Innenministerium in München. In 16 Fällen habe demnach allein die Androhung genügt, um die Lage zu entschärfen.
Da fehlt mir irgendwie die tatsächlich relevante Information, nämlich ob es normal ist, dass Streifenpolizisten in einem solchen Zeitraum fast 20 mal die Schusswaffe ziehen und mit deren Einsatz drohen, die davon auch mehrere Male benutzen, oder ob es eben doch kein besserer Ersatz für den Schusswaffeneinsatz ist, sondern einfach nur ein weiteres gefährliches Werkzeug, das viel ungehemmter eingesetzt wird.
(PS: Ich bin hier davon ausgegangen, dass Androhung des Tasers als Einsatz zählt und nicht, dass er 19 Mal eingesetzt und zusätzlich 16 Mal angedroht wurde. Dann würde sich die Frage ob der Zahlen eh erledigen. Die Formulierung im Artikel gibt leider beide Interpretationen her…)
https://fragdenstaat.de/dokumente/276402-falle-von-polizeilichem-schusswaffengebrauch-2025/
2025 gab es Bundesweit 77 Einsätze von Schusswaffen gegen Personen. Da wirken 3 Einsätze von Tasern in einem Bundesland in einem Monat relativ hoch, könnte aber eine Statistische Anomalie sein.
Die Dinger dürften aber auf keinen Fall als weniger gefährlich behandelt werden. Die Hemmschwelle für den Einsatz muss die exakt gleiche wie für die Schusswaffe sein.




