Kurz gesagt: KI ist fundamental unvereinbar mit emanzipierten, egalitären und freiheitlichen Gesellschaften. Nicht weil KI von den falschen Dynamiken geprägt wird, sondern weil die Technologie genau dafür gebaut ist. […] KI ist keine Zukunftstechnologie und keine Innovation, derer sich linke Bewegungen bemächtigen sollten. Sie ist inhärent konservativ und homogenisierend und damit nicht etwa ein Maßstab für fortschrittliche Gesellschaften, sondern eine Zementierung des Status quo. […]
Diese Systeme übertragen Muster aus der Vergangenheit auf die Zukunft und beeinflussen individuelles und gesellschaftliches Handeln und Denken. Die Reproduktion von Mustern ist zwangsläufig konservativ, weil die Daten nur Vergangenes abbilden können.



Er umreißt sein Verständnis von KI zumindest Mal kurz:
Das umfasst theoretisch jede Art von systemgestützter statistischer Vorhersage basierend auf vorhandener (und damit vergangener) Daten.
Also ist Statistik systemerhaltend und konservativ?
Naja, die Wissenschaft ist nur Wissenschaft. Ich denke die Anwendung von Statistik aber schon. Also immer wenn ich Schuhe kaufen muss oder Hosen, merke ich das wer auch immer im Büro sitzt und ausrechnet welche Größen man in den Jeans-Laden legt, nicht in meinem Interesse arbeitet. Also man hat besser 'nen Standard-Körper und ist nicht zu außergewöhnlich, sonst gibt’s gerne mal Probleme wenn da irgendwie Statistik im Spiel ist. Ähnliche Probleme hab ich auch mit Fernsehen oder Radio, oder der Spotify Top Deutschland Playliste. Da läuft haupsächllich langweiliger Kram. Entweder bestimmt durch die Statistik, oder irgendwer hat sich da reingekauft… Aber viel interessantere Inhalte gibt’s Abseits davon.
Am einfachsten lebt man immer irgendwo gut innerhalb der Gauß-Glocke. Vor der Industrialisierung hatte jede:r seine eigene Leiste beim Schuster, da war es zumindest für alle gleich schwierig Schuhe zu kaufen 😆