Dieser Trick wird dein Leben verändern: Zinseszins. Du musst keine 50% zur Seite legen. 10-15% reichen vollkommen aus, wenn du früh anfängst, um deinen Lebensstandard im Alter zu sichern und noch etwas zu vererben.
Problem ist, dass die Menschen, die sich mit ihren Finanzen dringend beschäftigen müssen, davon keine Ahnung haben. Religion wird in der Schule gelehrt, aber Finanzen nicht. Das ist Absicht - nach dem Willen der CDU soll der Aufstieg aus der Arbeiter-Kaste erschwert werden. Dagegen muss man was machen.
Man ist 20, gerade fertig mit der Lehre und bekommt richtig Geld - und verprasst es. Damit setzt man aber eine Basis für einen Lifestyle, auf den man später schwer verzichten kann. Wenn Du aber von vorne herein immer 15% weglegst, greift diese Lifestyle-Inflation nicht. Es tut nicht weh.
Jepp und dann wirst du irgendwann mal Arbeitslos und so ziemlich das Erste, was draufgeht sind deine wie auch immer angelegten Ersparnisse.
Am bittersten wird es, wenn du mit 58 oder 60 Arbeitslos wirst. Dann bis zu bis zum Rentenbeginn all deine Ersparnisse los. Das Einzige, was einigermaßen stabil ist, ist rechtzeitig in Immobilien zu investieren und auch in einer eigenen Immobilie zu wohnen. (Erben ist eine gute Idee - Augen auf bei der Partnerwahl /s)
Aber kauf mal als junge Familie eine Immobilie. Die Bank hilft dir nicht wirklich.
Ich war seinerzeit froh, wenn wir 3 oder 4 Nettomonatsgehälter auf der hohen Kante hatten. Mehr war aber auch nicht drin mit drei Kindern. Meine Frau hat auch in Teilzeit mitgearbeitet und es wurde trotzdem nicht mehr.
Jepp und dann wirst du irgendwann mal Arbeitslos und so ziemlich das Erste, was draufgeht sind deine wie auch immer angelegten Ersparnisse.
Ja, und das ist das erste, was man dringend ändern sollte. Die Klingbeil-Rente wird man wohl auch behalten dürfen, wenn man mehr als 12 Monate arbeitslos ist (in den ersten 12 Monaten gibt es Arbeitslosenversicherung statt Bürgergeld).
Natürlich sind die Grenze da viel zu niedrig. Darüber kann man diskutieren. Darüber wird aber nicht diskutiert, auch weil pauschal jede Änderung abgelehnt wird.
Ich finde es auch nicht verwerflich, dass jemand, der 200.000€ oder eine halbe Million auf dem Konto hat, kein Bürgergeld bekommt. Und das sind keine unrealistischen Summen, wenn man direkt nach der Ausbildung anfängt Geld anzulegen.
Und ja, es gibt viele zu schlecht bezahlte Jobs und Druck vom Arbeitsamt, dass man nur solche Jobs annehme kann. Das muss man ändern. (Tun wir aber nicht, weil ja auch der kleine Mann gerne nach unten tritt, wenn die von oben ihn treten. Hast du einen Job, sind die Arbeitslosen schuld. Bist du Arbeitslos, sind es die Ausländer.)
Aber dass das für jemand, der 2000€ netto verdient, mault, er haben kein Geld, könne nichts zurücklegen usw - das ist Pseudo-Armut als Lifestyle. Der kommt auch nicht mit Vorschlägen, wie man es besser machen könnte.
Ja, hätte ich besser lesen müssen (bin zu ungeduldig).
Aber da verstehe ich dein Problem nicht.
Die Kapitalertragssteuern zahle ich ja als Vorabpauschale jährlich und dann den Rest als Abgeltubgssteuer bei Verkauf.
Auf die Vorabpauschale gibt es einen jährlichen Freibetrag von 1000€, was gerade für den Rentensparplan von Geringverdienern ordentlich Geld spart. Du zahlst auf die Gewinne der ersten Jahre quasi gar keine Steuern, und hinterher ein Appel und ein Ei.
Der Großteil der Steuern fällt erst beim Verkauf an - bis dahin hat das exponentielle Wachstum voll greifen können.
Und dann legaler Steuertrick: Man wechselt alle 5-10 Jahre den ETF oder legt ein neues Depot an. Und beim Auszahlen verkauft man als erstes den zuletzt angelegten ETF - dadurch schiebt man den Großteil der Steuern (die für die ganz alten Fond-Anteile anfallen) noch weiter nach hinten.
Ich habe in dem Sinne kein “Problem”. Mein Punkt ist nur: auch hier kann entweder ich mit Privatvorsorge oder aber der Staat mit sinnvoller Steuerpolitik vom Zinseszins profitieren. Tut er halt heute nicht, aber die Entscheider tun so, als ob nur Privatvorsorge vom Zinseszins was hätten.
Ich bin halt Freund einer solidarischen Vorsorge vom Staat. Erstens bewahrt er dann Leute flächendeckend vor schlechter Anlage, zweitens profitieren auch die Menschen, die trotz allem nicht anlegen könnten.
Deshalb: mein Punkt ist: auch das Rentensystem könnte von Zinseszins Effekten profitieren und stabilisiert werden. Dass das nicht passiert ist schlichtweg mangelnder politischer Wille.
Der Staat wird aber jederzeit eine Rente auszahlen müssen, und kann dir nicht weniger überweisen, nur weil der dumme Donald gerade den Iran wegbombt. Damit braucht es Geldanlagen mit garantiertem Wachstum, was einem am Ende finanziell schlechter darstehen lässt. Teilweise wird dann auch Geld in Immobilien gepumpt – das macht dann nicht nur Hauskauf, sondern auch Mieten teurer.
Ich habe grundsätzlich kein Problem mit einer staatlichen Rente. Es kann aber immer nur ein Baustein sein. Der Basisbaustein.
Aber der Staat kann ja die erwirtschafteten Zinsen steuerlich eben abschöpfen und als Rente auszahlen.
Und wenn gerade die Weltwirtschaft zusammenbricht, kann er Anleihenkaufprogramme auflegen (aka ‘Geld drucken’), wie z.B. während Corona, oder der Finanzkrise 2009, und kann weiterhin fröhlich Renten auszahlen.
In sofern ist ein staatliches Rentensystem sogar überlegen. Weil, wenn du gerade in den Ruhestand willst, eine Krise aber dein Depot in Geiselhaft nimmt, dann kannst du selbst kein Geld drucken ¯\_(ツ)_/¯
Nach wie vor ist der Fehler unseres Rentensystems gerade, dass der Staat nicht sinnhaft besteuert und uns dann die private Investitionsvorsorge als einzige Lösung präsentiert wird.
Dieser Trick wird dein Leben verändern: Zinseszins. Du musst keine 50% zur Seite legen. 10-15% reichen vollkommen aus, wenn du früh anfängst, um deinen Lebensstandard im Alter zu sichern und noch etwas zu vererben.
Problem ist, dass die Menschen, die sich mit ihren Finanzen dringend beschäftigen müssen, davon keine Ahnung haben. Religion wird in der Schule gelehrt, aber Finanzen nicht. Das ist Absicht - nach dem Willen der CDU soll der Aufstieg aus der Arbeiter-Kaste erschwert werden. Dagegen muss man was machen.
Man ist 20, gerade fertig mit der Lehre und bekommt richtig Geld - und verprasst es. Damit setzt man aber eine Basis für einen Lifestyle, auf den man später schwer verzichten kann. Wenn Du aber von vorne herein immer 15% weglegst, greift diese Lifestyle-Inflation nicht. Es tut nicht weh.
Jepp und dann wirst du irgendwann mal Arbeitslos und so ziemlich das Erste, was draufgeht sind deine wie auch immer angelegten Ersparnisse.
Am bittersten wird es, wenn du mit 58 oder 60 Arbeitslos wirst. Dann bis zu bis zum Rentenbeginn all deine Ersparnisse los. Das Einzige, was einigermaßen stabil ist, ist rechtzeitig in Immobilien zu investieren und auch in einer eigenen Immobilie zu wohnen. (Erben ist eine gute Idee - Augen auf bei der Partnerwahl /s)
Aber kauf mal als junge Familie eine Immobilie. Die Bank hilft dir nicht wirklich.
Ich war seinerzeit froh, wenn wir 3 oder 4 Nettomonatsgehälter auf der hohen Kante hatten. Mehr war aber auch nicht drin mit drei Kindern. Meine Frau hat auch in Teilzeit mitgearbeitet und es wurde trotzdem nicht mehr.
Ja, und das ist das erste, was man dringend ändern sollte. Die Klingbeil-Rente wird man wohl auch behalten dürfen, wenn man mehr als 12 Monate arbeitslos ist (in den ersten 12 Monaten gibt es Arbeitslosenversicherung statt Bürgergeld). Natürlich sind die Grenze da viel zu niedrig. Darüber kann man diskutieren. Darüber wird aber nicht diskutiert, auch weil pauschal jede Änderung abgelehnt wird.
Ich finde es auch nicht verwerflich, dass jemand, der 200.000€ oder eine halbe Million auf dem Konto hat, kein Bürgergeld bekommt. Und das sind keine unrealistischen Summen, wenn man direkt nach der Ausbildung anfängt Geld anzulegen.
Und ja, es gibt viele zu schlecht bezahlte Jobs und Druck vom Arbeitsamt, dass man nur solche Jobs annehme kann. Das muss man ändern. (Tun wir aber nicht, weil ja auch der kleine Mann gerne nach unten tritt, wenn die von oben ihn treten. Hast du einen Job, sind die Arbeitslosen schuld. Bist du Arbeitslos, sind es die Ausländer.) Aber dass das für jemand, der 2000€ netto verdient, mault, er haben kein Geld, könne nichts zurücklegen usw - das ist Pseudo-Armut als Lifestyle. Der kommt auch nicht mit Vorschlägen, wie man es besser machen könnte.
Siehe halt ungefähr die gesamte zweite Hälfte meines Kommentars. Schade, dass du ihn nur überflogen hast 😢.
Ja, hätte ich besser lesen müssen (bin zu ungeduldig).
Aber da verstehe ich dein Problem nicht.
Die Kapitalertragssteuern zahle ich ja als Vorabpauschale jährlich und dann den Rest als Abgeltubgssteuer bei Verkauf. Auf die Vorabpauschale gibt es einen jährlichen Freibetrag von 1000€, was gerade für den Rentensparplan von Geringverdienern ordentlich Geld spart. Du zahlst auf die Gewinne der ersten Jahre quasi gar keine Steuern, und hinterher ein Appel und ein Ei.
Der Großteil der Steuern fällt erst beim Verkauf an - bis dahin hat das exponentielle Wachstum voll greifen können.
Und dann legaler Steuertrick: Man wechselt alle 5-10 Jahre den ETF oder legt ein neues Depot an. Und beim Auszahlen verkauft man als erstes den zuletzt angelegten ETF - dadurch schiebt man den Großteil der Steuern (die für die ganz alten Fond-Anteile anfallen) noch weiter nach hinten.
Ich habe in dem Sinne kein “Problem”. Mein Punkt ist nur: auch hier kann entweder ich mit Privatvorsorge oder aber der Staat mit sinnvoller Steuerpolitik vom Zinseszins profitieren. Tut er halt heute nicht, aber die Entscheider tun so, als ob nur Privatvorsorge vom Zinseszins was hätten.
Ich bin halt Freund einer solidarischen Vorsorge vom Staat. Erstens bewahrt er dann Leute flächendeckend vor schlechter Anlage, zweitens profitieren auch die Menschen, die trotz allem nicht anlegen könnten.
Deshalb: mein Punkt ist: auch das Rentensystem könnte von Zinseszins Effekten profitieren und stabilisiert werden. Dass das nicht passiert ist schlichtweg mangelnder politischer Wille.
Der Staat wird aber jederzeit eine Rente auszahlen müssen, und kann dir nicht weniger überweisen, nur weil der dumme Donald gerade den Iran wegbombt. Damit braucht es Geldanlagen mit garantiertem Wachstum, was einem am Ende finanziell schlechter darstehen lässt. Teilweise wird dann auch Geld in Immobilien gepumpt – das macht dann nicht nur Hauskauf, sondern auch Mieten teurer.
Ich habe grundsätzlich kein Problem mit einer staatlichen Rente. Es kann aber immer nur ein Baustein sein. Der Basisbaustein.
Aber der Staat kann ja die erwirtschafteten Zinsen steuerlich eben abschöpfen und als Rente auszahlen.
Und wenn gerade die Weltwirtschaft zusammenbricht, kann er Anleihenkaufprogramme auflegen (aka ‘Geld drucken’), wie z.B. während Corona, oder der Finanzkrise 2009, und kann weiterhin fröhlich Renten auszahlen.
In sofern ist ein staatliches Rentensystem sogar überlegen. Weil, wenn du gerade in den Ruhestand willst, eine Krise aber dein Depot in Geiselhaft nimmt, dann kannst du selbst kein Geld drucken ¯\_(ツ)_/¯
Nach wie vor ist der Fehler unseres Rentensystems gerade, dass der Staat nicht sinnhaft besteuert und uns dann die private Investitionsvorsorge als einzige Lösung präsentiert wird.