Pete Hegseth soll versucht haben, sein Insiderwissen über den bevorstehenden Irankrieg zu Geld zu machen. Wie die »FT« berichtet, wollte der US-Kriegsminister rechtzeitig größere Summen in Rüstungsfirmen investieren.
Pete Hegseth soll versucht haben, sein Insiderwissen über den bevorstehenden Irankrieg zu Geld zu machen. Wie die »FT« berichtet, wollte der US-Kriegsminister rechtzeitig größere Summen in Rüstungsfirmen investieren.
Es ginge ja nur um die jeweils betroffenen Unternehmen/Aktien und auch nur, dass man seine Position eine gewisse Zeit nicht ändern kann.
Ist blöd aber scheint mir trotzdem noch besser als das wir jetzt haben.
Insiderhandel ist ja schon verboten und da sind auch keine Entschädigungen vorgesehen. Also um das mal klar zu sagen, mir wurde gesagt jeglicher Handel mit den betroffenen Papieren ist für den Zeitraum des M&A Projekts für mich verboten. Da gab’s keine Entschädigung.
Selbst das ist ja nicht immer eindeutig. Wenn du vorab von einer Gesetzesänderung, einem Krieg oder Strategieentscheidung erfährst, kann das Auswirkungen auf ganze Märkte haben, nicht nur einzelne Aktien. Auch Rohstoffe (z.B. Öl, Gold) kann man für Insiderhandel nutzen.
Ich finde es eine Sache, wenn DIR einvernehmlich vertrauliche Daten mitgeteilt werden und DU deshalb Einschränkungen bekommst. Wenn es aber ein verschollener Verwandter oder unbekannter Nachbar ist, der sich einschränkt, kann man das m.E. nicht wirklich begründen. Müssen dann ganze Wohnblocks ihren Welt-ETF für die Rente verkaufen, weil im Umkreis ein Abgeordneter wohnt, mit dem sie vielleicht befreundet sind und der ihnen vielleicht einen Tipp gegeben hat.
Meines Erachtens kann man gegen systematischen Insiderhandel im großen Stil nur sehr schwer ankommen. Ihn im Nachhinein zweifelsfrei nachzuweisen ist noch schwieriger.
Vielleicht bin ich auch einfach zu pessimistisch. Ist ja löblich, wenn man Ambitionen hat, in diesem Sumpf noch etwas zu verbessern.
Zwischen dem aktuellen System und dem was du schreibst gibt es aber noch ganz viele andere Gestaltungsmöglichkeiten. Es muss ja keiner verkaufen sondern z.B. nur auf aktiven Handel verzichten. Und wie weit man den Kreis zieht muss man abwägen, an Wohnblocks hätte ich jetzt nicht gedacht.
Auch dafür gibt es doch Compliance Prozesse. Je nach Einzelfall ist doch heute schon definiert, was als Insiderhandel gilt. Im Zweifel dann halt ganze Märkte, wenn die Art der Information das gebietet.
Kommt auf die Art der Insiderinformationen an. Trumps Iran Insiderhandel dürfte bspw so ziemlich alles betreffen und dann wäre auch ein komplettes Verbot von jeglichem Börsenhandel für einen Zeitraum gerechtfertigt.
Das ist ja auch eigentlich keine neue Idee, es gibt schon heute Fälle wo man die Vermögensverwaltung an einen Treuhänder übergeben muss und nur noch sehr eingeschränkt selbst aktiv mitentscheiden darf. Die Regeln werden halt bloß nicht durchgesetzt. Und ich meine da könnte man mit automatischen Prozessen und Mechanismen einiges erreichen.