Mein aktueller Vertrag bei einem Geschäftsbereich eines staatlichen Unternehmens läuft Ende Mai aus – in zwei Monaten. Mein derzeitiger Geschäftsbereich wird ihn nicht verlängern. Ich sage „Geschäftsbereich“, weil ich nicht entlassen wurde; es ist eher so, als wäre ich auf eine andere Position versetzt worden, obwohl ich es nicht als Degradierung bezeichnen würde.
Ich habe nicht gefragt, warum, denn in der Vergangenheit haben mich Vorgesetzte schon belogen, und wenn ein Vorgesetzter mich nicht will, was bringt es mir dann, darauf zu bestehen, den Grund zu erfahren?
Das kam für mich völlig überraschend. Ich fand diese Arbeit einfach und angenehm, und das ist alles, was ich mir von einem Job wünschen kann.
Ich habe bereits ein Angebot von einem ehemaligen Vorgesetzten erhalten, der irgendwie herausgefunden hat, dass ich „entlassen“ werde. Ich mag diese Person nicht besonders, aber einige der Kollegen dort sind wirklich nett. Das scheint im Moment die einfachste Option zu sein.
Ich habe wirklich keine Lust zu arbeiten und möchte mich auch nicht auf Stellen bewerben. Das ist so furchtbar anstrengend.
Bevor ihr schreibt, ich solle mich bemühen, meinem Unternehmen zu zeigen, wie gut und motiviert ich bin … das interessiert hier niemanden. Es gibt Kollegen, die sich in solchen Situationen mehrere Tage pro Woche krankmelden und trotzdem noch nicht gefeuert wurden. Warum sollte ich nicht einer von ihnen sein?
Ich will wirklich nicht arbeiten.


Naja… man muss seinen Chef nicht lieben. Man muss nur mir ihm als Chef arbeiten können. Wenn es einfach nur einige Dinge an seiner Persönlichkeit sind, die du nicht leiden kannst, dann überleg mal wie oft er vermutlich wirklich direkt bei dir stehen und mit dir direkt was zu tun haben wird. In den mir bekannten Fällen ist das doch eher nicht permanent der Fall, außer man ist sein Sekretär. Und du hast ja noch die Kollegen, die du ja scheinbar gut leiden kannst.
Auch scheint er ja einiges von dir zu halten, sonst hätte er dir garantiert kein Angebot gemacht. Sowas ist tatsächlich auch was wert.
Ich würde das Angebot erstmal annehmen. Wenn das unter dem wirklich grauenhaft ist, kann man sich immer noch woanders hin bewerben. Nimmt wie andere auch schon geschrieben haben auch erstmal Druck raus, mit dem Arbeitsamt (oder wie auch immer sich der Kram schimpft) will man idR nichts zu tun haben: Die kommen dir ja teilweise schon mit komplett absurden Forderungen und Gängeleien, nur weil du zwei Wochen Arbeitslosigkeit zwischen zwei Stellen überbrücken musst.
Sollte man sowieso nicht mMn, außer man will Karriere machen bzw. Gehaltserhöhungen abgreifen und ist in einem Unternehmen wo das hilft. Arbeit ist ein Handel Arbeitskraft gegen Geld, was vereinbart wurde erbringt man und wenn da jemand mehr Arbeitkraft will, kann der ja gerne mehr Geld oder bessere Arbeitsbedingungen bieten.
Dem kann ich nur 100% zustimmen.
Ich würde auch die neue Position annehmen, so ist erstmals der Druck raus, du kannst es dir in Ruhe anschauen und zur Not dann weiterhin dich neu orientieren.
Ich würde bei der alten Position nur noch das nötigste machen, aber das nicht offensichtlich zeigen.
Wichtig ist Arbeit ist nicht alles im Leben und wenn Sie meinen so mit dir umzugehen hat das eben auch Konsequenzen auf deine Arbeitsmoral, dass ist ja völlig normal.
Ich drück dir dir Daumen, evtl. ist die neue Stelle sogar besser als du denkst, der scheint ja einiges auf dich zu halten, das würde ich mal als großes Lob an dich sehen.