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Cake day: August 26th, 2024

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  • In der Bibel stehen ein paar vernünftige Leitsätze, aber auch viel Unsinn (z.B. zum Verhältnis zw. Männern und Frauen). Die vernünftigen Aspekte sollten mehr Einzug in Politik und Gesellschaft finden, aber wer solche Meinungen vertritt wird aktuell vom Bundeskanzler der vermeintlich christlichen Partei als “linker Spinner” bezeichnet.

    Und genau da liegt im Kern auch mein Problem mit dem Christentum. In einigen Geschichten aus der Bibel kann ich durchaus eine sinnvolle Moral erkennen, aber was “Christentum in der Praxis” (im Sinne z.B. der Institution Kirche) bedeutet, hat wenig mit diesen Inhalten zu tun. Und jegliche Symbolik in diese Richtung ist eben erstens auch nur Symbolik, und legitimiert darüber hinaus Strukturen wie die Kirche (oder die CxU), die in ihren Taten eben alles andere als christlich sind.







  • Mir geht es nicht nur darum, dass Anarchisten sicher keine Polizisten werden. Man würde sich eine Polizei wünschen, die fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht, und in der Theorie haben Polizisten auch die Pflicht zur Remonstration, wenn sie unzulässige Anweisungen erhalten.

    Bei der Art von Menschen, die tatsächlich Polizist werden wird aber schnell klar, dass die Durchführung illegaler Grenzkontrollen, Gewalt und Einschüchterung gegenüber Demonstrierenden (oder Menschen, die gemeine Twitter-Kommentare zu Politikern schreiben) uvm. offensichtlich keine Gewissensbisse hervorrufen.

    Wer Polizist wird, verpflichtet sich also freiwillig dazu, (auch illegale) Gewalt gegen Bürger zum Erhalt der aktuellen Machtstrukturen und Kapitalinteressen einzusetzen. Das geht meiner Meinung nach nur mit fragwürdigen Moralvorstellungen und/oder Autoritätsphantasien.



  • Menschen sind Tiere genauso wie Daumen Finger sind. Das bedeutet nicht, dass es keinen Unterschied zwischen Menschen und (anderen) Tieren gibt, aber entsprechende Unterschiede gibt es ja auch zwischen jedem beliebigen Tier und (anderen) Tieren.

    Die “Zustimmung zum (alten) Werteverständnis” ist in erster Linie nicht meine Meinung, sondern wie ich den vorherigen Kommentar verstanden habe. Und in diesem Sinne halte ich die Gegenüberstellung der beiden Aussagen auch für sinnvoll, und das Argument “aber hier geht es um Menschen und deshalb kann man die Semantik nicht vergleichen” nicht sehr überzeugend.