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Cake day: March 13th, 2025

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  • Ich fürchte, dass da am Ende nur “Zuschauerplätze” helfen. So blöd es klingt: Gaffen ist tief in der menschlichen Natur verankert. Es passiert was. Man ist neugierig. Es könnte gefährlich sein, man will also wissen, was da gerade genau passiert. Man stand im Stau und dann will man auch wissen, warum. Oder man sieht das Wrack und ist erstmal etwas schockiert, was da passiert ist am Anfang des Staus. Dann haben Feuerwehr, Polizei und Blaulicht sowieso eine riesige Faszination, schaut euch einfach mal an, wie kleine Kinder instinktiv darauf reagieren. Ist halt doof und geht gar nicht, wenn Einsatzkräfte behindert werden oder wenn Verletzte gefilmt werden, aber es gibt diese tief sitzende Faszination und ich fürchte, dass man die nicht per Strafrecht wegkriegen kann.












  • allerdings müssten die Bewertungskriterien dann eben auch an das steigende Niveau angepasst werden…

    Muss man das? Blödes Beispiel: Du hast eine bestimmte Klausur mit Matheaufgaben hast und die Eins gibt es, wenn du sagen wir mal alles mit drei Fehlern geschafft hast. Jetzt kann es dir in einem Jahr passieren, dass keiner in der Klasse die Klausur mit drei Fehlern oder weniger schaffen. Oder dass im nächsten Jahr die Mathegenies in deiner Klasse sitzen und vier Schüler das packen. Oder du erkennst einen Aufwärtstrend, dass immer mehr Schüler diese Klausur mit einer Eins packen - warum sollte man dann das Bewertungsschema verändern? Solche Bewertungen sind ja immer total arbiträre Festlegungen. Man könnte ja auch die Eins erst mit zwei Fehlern vergeben. Oder mit keinem. Mit fünf. Aber was so ein Bewertungskriterium macht ist eine Vergleichbarkeit schaffen und genau da willst du ja nicht an den Kriterien schrauben.

    (und wir ignorieren für dieses Beispiel jetzt die Tatsache, dass Schüler es merken, wenn du immer die gleiche Klausur stellst und sich dann die aus dem Vorjahr besorgen)


  • Was für ein wilder Artikel. Da wettern CDU-Politiker dann gegen Schüler, die Einser-Abis machen. Irgendwer vom Lehrerverband schimpft, dass das Abi entwertet würde. Die Linke fordert die Abschaffung von Noten.

    Aber im gesamten Artikel steht nichts zu den Hintergründen. Werden gute Schüler immer besser? Würde ja Sinn machen, denn dank Internet & Co haben sie ja deutlich mehr Chancen in bestimmten Bereichen selbst zu lernen. Damals als ich Abi machen konnte, war es z.B. noch extrem schwierig überhaupt an englischsprachige Medien zu kommen. Im Fernsehen lief nix im O-Ton. Englische Bücher hatte der lokale Buchladen nicht und man musste sie dann zu Wucherpreisen bestellen. Das Internet brachte dann was. Heute schauen alle englische Serien, zocken englische Videospiele, gucken englische Reels oder hängen auf englischen Webseiten rum und da ist es irgendwie fast logisch, dass die Englischnoten nach oben gehen, wenn man nicht zwischendrin Lehrplan & Bewertungsmaßstäbe umwirft. Das dürfte es so auch in anderen Fächern geben: Wer richtig Bock hat, kann richtig gut werden. Kann natürlich auch sein, dass Lehrer einfach vom asymetrischen Lawfare von klagewütigen Eltern eingeschüchtert sind und lieber allen eine 1 geben als verklagt zu werden. Oder wir atmen alle weniger verbleites Benzin und unsere Kiddies sind plötzlich superklug. Das gehört doch in einen Artikel!


  • Spotify zahlt pro Stream laut der eben schnell ergoogleten Quelle im Schnitt 0,00286€. Wenn du also deinen Lieblingskünstler 24/7 durchlaufen lässt und dessen Lieder im Schnitt 3 Minuten lang sind, dann schaffst du im Monat 202430 Streams, also 14.400. Was Spotify dann dazu bringt dem Künstler 41,18€ auszuzahlen. Das ist das Maximalszenario. Hörst du nicht 24/7, sind die Lieder länger oder hängt da noch ein Plattenlabel hinter, dann kommt am Ende nix bei rum. Selbst wenn du das neue Album mit 10 Songs dann 20x hörst, dann verdient der Künstler 57,2 Cent. Last.fm sagt mir, dass mein seit 2006 am meisten gehörter Künstler die Libertines sind mit 2563 Plays, was denen dann wahnsinnige 7,33€ in 19 Jahren gebracht hat. Da haben sie vom Konzert letztens oder den Vinyls mehr gehabt.

    Oder anders gesagt: Ich bin mit meiner Jellyfin-Installation sehr zufrieden und kaufe lieber ein paar Schallplatten und gehe auf Konzerte



  • Ich war einmal bei so einer Hitzewelle im Urlaub in Italien. Kein Windhauch. Keine Wolke am Himmel, nur Sonne. Temperaturen nahe an den 40ern. Keine Klimaanlage, dafür überall Mücken. Wenn du irgendwas machen wolltest, wie etwa so einen Ausflug, dann warst du danach komplett tot und gebraten. Schwimmen im Meer hat dich zwar etwas abgekühlt, aber dafür warst du dann am Strand in der Gluthitze gegen die auch kein Sonnenschirm mehr geholfen hat, weil der Sand selbst über 50 Grad hatte und dir die Füße verbrannt hat. Ich hab am Anfang den Fehler gemacht und mich doch auf eine Radtour gemacht. Hat mich so sehr ans Limit gebracht wie seitdem nichts mehr. Ich bin eine Steigung hoch und irgendwann hab ich keine Luft mehr bekommen. Hab minutenlang keuchend am Straßenrand gehockt bis der Puls runter war und die Atmung sich wieder normalisiert hat.

    Sagen wir es so: Seitdem waren wir nicht mehr im Sommerurlaub in Italien.