• einkorn@feddit.org
    link
    fedilink
    arrow-up
    75
    arrow-down
    1
    ·
    edit-2
    1 month ago

    Also ich denke schon, dass die Fünf-Prozent-Hürde noch zeitgemäß sein kann. Was nicht zeitgemäß sein kann sind die 6,8 Millionen Stimmen, die unter den Tisch fallen. Das ließe sich z.B. mit einem Präferenzwahlsystem, bei dem Stimmen, die sonst wegfallen würden auf die nächste gewünschte Option verteilt wird, lösen.

    • Cliff@feddit.org
      link
      fedilink
      arrow-up
      7
      ·
      1 month ago

      Grundsätzlich eine gute Idee. Macht aber auch das auszählen der Stimmen ungleich schwieriger. Wenn z.B. 18 Listen zur Wahl stehen, musst du statt 18 Strichlisten zu machen, für 306 mögliche Kombinationen die Stimmen zählen.

      • AlmightyDoorman@kbin.earth
        link
        fedilink
        arrow-up
        7
        ·
        1 month ago

        Warum? Die Zettel werden sortiert nach 1. Präferenz, die Partei mit den wenigsten Prozent wird rausgekickt und nur diese Zettel müssen neu angeschaut werden und sortiert werden, dann die neue mit den wenigsten Prozent raus etc.

        • einkorn@feddit.org
          link
          fedilink
          arrow-up
          3
          ·
          1 month ago

          Die Auswertung würde nicht im Wahllokal passieren, sondern es werden lediglich die Daten weitergeben, so wie das heute schon passiert.

          Einmal würde auf Ebene des Wahlkreises addiert und analysiert werden, um das Direktmandat zu bestimmen und dann alles zusammen nochmal auf Bundesebene für die Sitzverteilung.

      • PatrickYaa@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        6
        ·
        1 month ago

        Schwieriger nicgmht unbedingt, nur aufwändiger. Dann schreibt man eine gescheite anweisung wie das abgehandelt werden muss und gut ist.
        Ich sehe die Belastung für die Wahlhelfenden nichr unbedingt als Hindernis. Dann muss man halt mehr Wahlhelfende engagieren.

      • einkorn@feddit.org
        link
        fedilink
        arrow-up
        3
        ·
        1 month ago

        Jain, das würde voraussetzen, dass auch 18 Stimmen vergeben werden. Einerseits glaube ich kaum, dass die allermeisten Wähler wirklich alle Parteien priorisieren würden, allein deshalb schon, weil z.B. ein Unionswähler wohl unter keinen Umständen wollen würde, dass die eigene Stimme an Die Linke geht. Andererseits kann auch festgelegt werden, dass jede Person z.B. nur die eigenen Top 3 Prioritäten angeben kann.

        • Cliff@feddit.org
          link
          fedilink
          arrow-up
          3
          ·
          edit-2
          1 month ago

          Ich war jetzt nur von 2 Stimmen für Parteilisten ausgegangen. Also eine Erstwahl und eine Ersatzstimme, falls die Erstwahl nicht über die 5% kommt. Dann wären es bei 18 Parteien die zur Wahl stehen (war hier bei der letzten Bundestagswahl der Fall) bereits 306 mögliche Kombinationen aus Erst- und Ersatzstimme, die man alle zählen müsste - weil man ja erst, wenn alle Stimmen bundesweit ausgezählt wurden, weiß, welche Ersatzstimmen jetzt dazugezählt werden müssen.

          Wenn du eine längere Präferenzliste als 2 erlauben möchtest, wird es umso komplexer das auszuzählen. Bei 18 Parteien und 3 Präferenzen pro Wähler wären wir bereits bei 4896 möglichen Kombinationen

          das würde voraussetzen, dass auch 18 Stimmen vergeben werden.

          Dann wären wir bei einer Zahl mit 15 Nullen - Und natürlich würden dann nicht alle möglichen Kombinationen auftreten, weil … so viele Menschen gibt es nicht