Kurz gesagt: KI ist fundamental unvereinbar mit emanzipierten, egalitären und freiheitlichen Gesellschaften. Nicht weil KI von den falschen Dynamiken geprägt wird, sondern weil die Technologie genau dafür gebaut ist. […] KI ist keine Zukunftstechnologie und keine Innovation, derer sich linke Bewegungen bemächtigen sollten. Sie ist inhärent konservativ und homogenisierend und damit nicht etwa ein Maßstab für fortschrittliche Gesellschaften, sondern eine Zementierung des Status quo. […]
Diese Systeme übertragen Muster aus der Vergangenheit auf die Zukunft und beeinflussen individuelles und gesellschaftliches Handeln und Denken. Die Reproduktion von Mustern ist zwangsläufig konservativ, weil die Daten nur Vergangenes abbilden können.



Derzeit wird der Begriff “KI” in den Medien in den allermeisten Fällen synonym mit LLMs verwendet. Andere ML Anwendungen kommen meist nur dann ins Spiel um die Nützlichkeit von “KI” darzustellen. Ein lustiges kleines Täuschungsmanöver und es funktioniert jedes Mal. Weil der durchschnittliche Deutsche immer noch ein Faxgerät im Kopf hat.
Ich will damit nicht sagen, dass LLMs generell nutzlos wären. Die Mystifizierung und Anthropomorphisierung (uff, was für ein Wort) der Technologie und der direkt daraus folgende Missbrauch/Falschnutzung sind ein wesentliches Problem. Die Modelle selbst als Wissensspeicher zu missbrauchen führt genau zu der angesprochenen Zementierung des Status Quo.