Der seit einer Woche in der Ostsee umherirrende Buckelwal wird wohl vor der Insel Poel sterben, wie Prof. Dr. Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, bei einer Pressekonferenz in Wismar am Mittwochmittag verkündet hat. „Wir geben den Kampf gerade alle eigentlich auf“, fand ein Vertreter von Greenpeace dramatische Worte. Alle weiteren Versuche, das Tier zu retten, seien Tierquälerei.

Der Wal sei deutlich geschwächter, seine Atemfrequenz sei am Vormittag sehr unregelmäßig und zum Teil im Abstand von mehr als vier Minuten gewesen. Die Brustflossen seien nah am Körper angelegt. „Die Reaktion auf uns, auf unsere Präsenz, war quasi null“, sagte Baschek. Zudem seien die Bedingungen in der Bucht schlecht. Der Wasserstand werde weiter sinken, um rund 10 bis 15 Zentimeter. Das Tier liege jetzt deutlich freier.

„Wir müssten ihn so massiv animieren, was aussichtslos wäre, weil er die Kraft nicht mehr hat. Und die Erfolgschancen sind so gering, dass wir das als reine Tierquälerei empfinden würden“, sagte Baschek. „Der Ansatz der maximalen Ruhe und der Respekt vor der Natur gebietet es auch, irgendwann dann mal ihn gehen zu lassen.“ Realistisch gesehen habe der Wal am Morgen seine letzte Chance gehabt. „Die konnte er nicht nutzen.“

  • Sas@piefed.blahaj.zone
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    13 days ago

    Was hat es mit Extremismus zu tun, nicht unnötig Tiere zu töten? Was Teppichbrand hier gesagt hat ist halt war. Menschen schauen nicht hin, wenn haufenweise Tiere getötet werden, weil das war ja schon immer so und ist normal. Aber wenn ein besonderes Tier stirbt, wird ein riesen Drama gemacht.