Ein Bremer Polizeianwärter darf im Dienst - zumindest vorläufig - seinen Turban tragen. Der Mann hatte gegen das Verbot geklagt, weil er seine Religionsfreiheit verletzt sah - und bekam nun Recht.
Bitte was? Natürlich ist ein Name ein Symbol. Für die allermeisten erstmal ein vernachlässigbares, geschenkt, aber spätestens, wenn es um die Heirat geht, kann es auf einmal sehr spannend werden, wer welchen Namen annimmt oder ablegt. Für viele Menschen, die zu einer anderen Religion konvertieren, ist es ein sehr symbolträchtiger Schritt, einen in der Religion üblichen Namen anzunehmen. Yusuf Islam und Muhammad Ali sind die beiden, die mir als erstes einfallen. Oder Transpersonen, die einen anderen Namen annehmen, um ihrer neuen Identität Ausdruck zu verleihen.
[…] er steht als Repräsentant des Staats und einer staatlichen Institutionen da […]
Da stehen wir wieder bei dem üblichen Delemma, warum darf sich dann eine unserer aktuellen Regierungsparteien Christlich nennen, wenn sie jetzt doch staatliche Gewalt ausübt? Friedrich Merz hat seine Vereidigung mit “so wahr mir Gott helfe” beendet. Die Problematik geht also für einen überwiegenden Teil der Bevölkerung gar nicht von der Religiosität an sich aus, sondern von der Andersartigkeit. Und dass das keine Messlatte sein kann, leuchtet hoffentlich jeder Person hier ein.
Das Konzept des “Staatsbürgers in Uniform” steht auch noch im Raum, welches den Gedanken fördern soll, dass z.B. Soldaten eben nicht eine abgehobene Klasse für sich sind, sondern wie du und ich. Durch eine Trennung von “Staatsdiener-Ich” und “Privat-Ich” wird ja genau so eine Spaltung etabliert, die als Gesellschaft nicht wünschenswert ist und einen Korpsgeist befeuert.
[…] weswegen ich dann die selben Ansprüche an ihn wie an ein Klassenzimmer setzen würde.
Wobei wir da ja auch nicht konsistent sind. Religionsunterricht findet de facto an jeder deutschen Schule statt. Ich nehme aufgrund deiner Argumentation stark an, dass du das auch nicht gut findest und ich pflichte dir voll und ganz bei, aber so lange bis wir eine umfassende Änderung im Bezug auf Staat und Religion herbeiführen, lege ich persönlich eine andere Messlatte an Menschen als an Institutionen an.
Bitte was? Natürlich ist ein Name ein Symbol. Für die allermeisten erstmal ein vernachlässigbares, geschenkt, aber spätestens, wenn es um die Heirat geht, kann es auf einmal sehr spannend werden, wer welchen Namen annimmt oder ablegt. Für viele Menschen, die zu einer anderen Religion konvertieren, ist es ein sehr symbolträchtiger Schritt, einen in der Religion üblichen Namen anzunehmen. Yusuf Islam und Muhammad Ali sind die beiden, die mir als erstes einfallen. Oder Transpersonen, die einen anderen Namen annehmen, um ihrer neuen Identität Ausdruck zu verleihen.
Da stehen wir wieder bei dem üblichen Delemma, warum darf sich dann eine unserer aktuellen Regierungsparteien Christlich nennen, wenn sie jetzt doch staatliche Gewalt ausübt? Friedrich Merz hat seine Vereidigung mit “so wahr mir Gott helfe” beendet. Die Problematik geht also für einen überwiegenden Teil der Bevölkerung gar nicht von der Religiosität an sich aus, sondern von der Andersartigkeit. Und dass das keine Messlatte sein kann, leuchtet hoffentlich jeder Person hier ein.
Das Konzept des “Staatsbürgers in Uniform” steht auch noch im Raum, welches den Gedanken fördern soll, dass z.B. Soldaten eben nicht eine abgehobene Klasse für sich sind, sondern wie du und ich. Durch eine Trennung von “Staatsdiener-Ich” und “Privat-Ich” wird ja genau so eine Spaltung etabliert, die als Gesellschaft nicht wünschenswert ist und einen Korpsgeist befeuert.
Wobei wir da ja auch nicht konsistent sind. Religionsunterricht findet de facto an jeder deutschen Schule statt. Ich nehme aufgrund deiner Argumentation stark an, dass du das auch nicht gut findest und ich pflichte dir voll und ganz bei, aber so lange bis wir eine umfassende Änderung im Bezug auf Staat und Religion herbeiführen, lege ich persönlich eine andere Messlatte an Menschen als an Institutionen an.